Wahlen in Zürich: Über ein Viertel der Stimmen war ungültig

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Wahlen in ZürichÜber ein Viertel der Stimmen war ungültig

In Schwamendingen waren 41 Prozent der eingelegten Stimmzettel ungültig. Die Wahlbüros erhalten teilweise alle Listen retourniert.

von
tam
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Laut den Wahlresultaten sind ein Viertel der Stimmzettel ungültig.

Laut den Wahlresultaten sind ein Viertel der Stimmzettel ungültig.

Keystone/Walter Bieri
Weil ein einzelner Stimmberechtigter viele ungültige Stimmen abgegeben kann, trügt dieses Bild.

Weil ein einzelner Stimmberechtigter viele ungültige Stimmen abgegeben kann, trügt dieses Bild.

Keystone/Christian Beutler

Bei den Zürcher Gemeinderatswahlen gab es viele ungültige Stimmzettel. 26 Prozent aller eingeworfenen Stimmen zählten am Sonntag nicht. Mit rund 30 Prozent gingen in Altstetten und Seebach besonders viele falsche Unterlagen ein. In Schwamendingen waren es sogar 41 Prozent.

Was ist der Grund für diese hohe Zahl an ungültigen Stimmen? «Der Wert bewegt sich traditionell auf hohem Niveau», sagt Christina Stücheli, Sprecherin der Stadtkanzlei. Der Grund liege hauptsächlich darin, dass ganze Listenbündel eingelegt werden.

90 ungültige Stimmen auf einen Schlag

Die Stimmbürger legen also sämtliche Gemeinderatslisten, die sie erhalten, ins Couvert, das sie dem Wahlbüro senden. «Jeden Platz auf der Liste müssen wir von Gesetzes wegen als ungültige Stimme zählen», erklärt Stücheli. In einem Kreis mit 10 Sitzen und 9 Listen seien das auf einen Schlag 90 ungültige Stimmen.

Dass rund ein Viertel der abgegebenen Stimmen nicht gezählt hat, kann man also nicht sagen. Stücheli: «Wir gehen davon aus, dass bei der Gemeinderatswahl 2018 knapp drei Prozent der Stimmbürger ungültige Wahlunterlagen eingereicht haben.»

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