Über sechs Millionen Franken Busse für GP der Türkei
Aktualisiert

Über sechs Millionen Franken Busse für GP der Türkei

Die Organisatoren des Formel-1-Grand-Prix der Türkei müssen wegen den Vorkommnissen während der diesjährigen Siegerehrung eine Busse von 6,27 Millionen Franken bezahlen.

Der Weltrat des Weltverbandes FIA sah sich zur Sanktion veranlasst, weil am 27. August in Kurtköy bei Istanbul Mehmet Ali Talat, der Führer der türkisch-zyprischen Volksgruppe, den Pokal an Sieger Felipe Massa überreicht hatte. Die Organisatoren hatten Mehmet Ali Talat als «Präsident der Türkischen Republik Nordzypern» vorgestellt.

Der von türkischen Truppen besetzte Norden von Zypern wird nur von der Türkei und nicht von den Vereinten Nationen anerkannt. Die international anerkannte Regierung Zyperns in Nikosia hatte gegen den Auftritt von Mehmet Ali Talat protestiert. Auch die FIA hatte kritisiert, dass die Siegerzeremonie zu politischen Zwecken missbraucht worden sei. Deshalb stand sogar eine Streichung des Rennens aus dem Kalender der Saison 2007 zur Diskussion.

(si)

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