Über Tagestief leicht schwächer - Nobel schwach
Aktualisiert

Über Tagestief leicht schwächer - Nobel schwach

Die Schweizer Börse zeigt sich zum Mittag über Tagestief leicht schwächer. Die Ende der Vorwoche geäusserten Rezessionswarnungen von Notenbankern und skeptische Aussagen zur Inflationsentwicklung würden die Anleger im Allgemeinen an den Seitenlinien halten, hiess es im Handel. Allerdings konnte sich der Markt vom bisherigen Tagestief lösen und die Marke von 7?400 im SMI halten. Auf tieferem Niveau bauen vereinzelne konjunktursensitive und defensive Werte ihre Verluste ab. CS drehen ins Plus.

Aus charttechnischer Sicht wird dem SMI Aufwärtspotenzial attestiert, sofern der Index aus seiner kurzfristigen Handelsbandbreite von 7?400/7?500 ausbrechen und über 7?550/60 avanciere könne, so die Analysten der Deutschen Bank. Unterstützung sieht das Institut für den SMI bei 7?400, 7?340 und 7?000 Punkten.

Bis um 11.50 Uhr verliert der SMI um 0,46% oder 34,08 auf 7?412,87 Punkte. Der SLI sinkt um 0,50% auf 1?132,41 Stellen. Der Gesamtmarkt - gemessen am SPI - geht um 0,41% auf 6?055,44 Punkte zurück.

Die heute im Mittelpunkt stehenden SMI-Valoren Nobel Biocare geben nach den vorbörslich für 2007 vorgelegten Zahlen nach, notieren mit einem Minus um 4,2% auf 249,00 CHF jedoch wieder deutlich über Tagestief. Das negative Sentiment eines enttäuschenden Abschlusses konnte das Management der Medizinaltechnologie-Firma auch mit einer Dividendenerhöhung, einem Aktiensplitt sowie ehrgeizigen Prognosen 2009/2010 nicht drehen. Dies zumal die Aussichten für das laufende Rechnungsjahr von Analysten als «verhalten» bezeichnet wurden.

Unter den konnjunktursensitiven Werten verharren Holcim auf tieferem Niveau (-1,8% auf 100,20 CHF). Die Abwärtstendenz wird im Handel vor allem mit einer Rückstufung von Goldman Sachs auf «Neutral» (bisher «Buy«) begründet. Clariant weiten die Verluste aus und geben um 1,3% auf 8,14 CHF nach. Hingegen drehen ABB ins Plus und legen um 0,6% auf 26,16 CHF zu. Das Unternehmen wird am Donnerstag den Jahresabschluss vorlegen.

Die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch verlieren um 1,7% auf 58,75 CHF bw. 0,9% auf 286,50 CHF.

Die Titel des Temporärarbeitsunternehmens Adecco geben um 1,4% auf 52,10 CHF nach.

Unter den Finanzvaloren halten Julius Bär ein Plus um 0,8% auf 74,80 CHF. In diesen Titeln sind sich die Analysten mit ihren Empfehlungen uneinig: Unter anderen bewertet Morgan Stanley die Aktien mit «Overwheight» und die CS erhöht von «Neutral» auf «Outperform»‚ während die Deutsche Bank von «Hold» auf «Sell» reduziert.

CS arbeiten sich vor der morgigen Publikation des 2007er Abschlusses in die Pluszone vor (+0,2% auf 57,15 CHF). In der Sonntagspresse wird mit einem Jahresgewinn von 8,2 Mrd CHF gerechnet. UBS geben demgegenüber nach erneut negativen Berichten in der Presse um 2,1% auf 40,14 CHF nach.

Im Versicherungssektor überwiegen die Abgaben ebenfalls. So werden Bâloise um 1,6% auf 91,30 CHF tiefer umgesetzt. Swiss Re verlieren um 1,5% auf 74,85 CHF und Swiss Life um 1,2% auf 250,75 CHF.

Als Stütze erweisen sich neben ABB, CS und Julius Bär auch Syngenta, die um 1,8% auf 287,00 CHF avancieren. In diesen Titeln hätten nach der Publikation des Abschlusses 2007 in der Vorwoche diverse Kurszielerhöhungen zu Anschlusskäufen animiert, hiess es im Handel. Novartis arbeiten sich in die Pluszone vor und gewinnen um 0,2% auf 54,15 CHF. Swisscom gehen um 0,7% auf 413,00 CHF höher um. Der Konzern hat Gerüchte, dass die Minderheitsanteile an der italienischen Tochter Fastweb aufgekauft und die Titel danach dekotiert werden sollen, dementiert.

Unter den SLI-Werten fallen OC Oerlikon durch Abgaben um 2,3% auf. Auf der Gegenseite ziehen Petroplus nach Anschlusskäufen um 1,3% an.

Im breiten Markt werden Agen um 5,8% nach unten korrigiert, Austriamicrosystems verlieren um 4,7%, Sulzer um 3,7%. Zulegen können unter anderem Dottikon ES (+5,6%), Romande Energie (+4,1%), Burckhardt (+4,0%) und Speedel (+3,3%). Straumann werden nach anfänglichen Avancen vor dem Hintergrund der Schwäche des Konkurrenten Nobel Biocare um 1,3% tiefer umgesetzt. Newron geben den grössten Teil ihrer Gewinne nach der Ankündigung einer Akquisition wieder nach und gehen noch 0,3% höher um.

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