Vorarlberg: Überfahrener Kater schleppte sich nach Hause

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VorarlbergÜberfahrener Kater schleppte sich nach Hause

Weit weg von seinem Zuhause wurde er auf der Autobahn überfahren und schwer verletzt. Dennoch kam Kater Luzi nach sieben Tagen wieder zu Hause an.

Völlig entkräftet war Luzi, als er am 21. November zu Hause im vorarlbergischen Mäder ankam. Er hinkte und hatte Schürfungen an Kopf, Rücken und Pfoten, wie Vol.at berichtet.

Die Heimkehr des Katers grenzt an ein Wunder. Eine Woche zuvor war Tobias Giesinger mit dem Auto seiner Mutter von Mäder nach Hohenems gefahren. An Bord hatte er einen blinden Passagier: Kater Luzi, der es sich unter der Motorhaube gemütlich gemacht hatte.

Suche ohne Erfolg

Kurz nachdem Giesinger bei Altach auf die Autobahn gefahren war, spürte er ein Rumpeln. Im Rückspiegel sah er etwas Dunkles wegrollen. «Ich dachte sofort an meinen Kater Luzi und hatte ein schlechtes Gefühl», so der 29-Jährige gegenüber Vol.at.

Bei der nächsten Ausfahrt fuhr Giesinger von der Autobahn. Zu Hause bestätigte sich der Verdacht: Von Kater Luzi fehlte jede Spur. Die Familie suchte in der Folge überall nach dem Tier, hängte Flyer auf, postete eine Vermisstanzeige im Internet und rief Tierheime an – vergeblich.

Viel geschlafen, gut erholt

Am 21. November dann die wundersame Heimkehr von Luzi: Um fünf Uhr früh hörte Vater Giesinger im Garten ein lautes Miauen. Luzi hatte sich über die zwölf Kilometer von Hohenems nach Mäder geschleppt. Die erschöpfte Katze wurde sogleich in eine Tierklinik gebracht.

Inzwischen scheint sich Luzi gut erholt zu haben. «Am Anfang hat er sehr viel geschlafen, er war total erschöpft. Nun geht er aber schon wieder vor die Tür und erkundet sein Zuhause – er hat den Vorfall gut überwunden», sagt Giesinger.

Vor allem etwas haben die Besitzer aus dem Vorfall gelernt: «Bevor wir mit dem Auto fahren, klopfen wir drei Mal auf die Motorhaube, um sicherzugehen, dass keine Katze darunter sitzt.» (20 Minuten)

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