Aktualisiert 19.10.2004 12:46

Überfall auf Journalisten

Ein bekannter Athener Sportjournalist ist von Unbekannten lebensgefährlich verletzt worden. Die Täter werden im griechischen Hooligan-Umfeld vermutet.

Ein mysteriöser Überfall auf einen der bekanntesten griechischen Sportjournalisten ist am Dienstag von der politischen Führung des Landes verurteilt worden.

Filippos Syrigos war am Montag von zwei Vermummten schwer verletzt worden.

Sie stachen vor dem Eingang eines Sportsenders mehrfach mit Messern auf ihn ein und schlugen ihm mit einer Eisenstange auf den Kopf. Die Ärzte konnten ihm in der Nacht zum Dienstag nach mehrstündiger Behandlung das Leben retten, berichtete das griechische Fernsehen.

Fast die gesamte griechische Presse regierte empört: «Mordanschlag» titelte die angesehene Athener Zeitung «Eleftherotypia», bei der das Opfer arbeitet. «Es handelt sich um einen feigen Überfall auf die Pressefreiheit», sagte der griechische Regierungssprecher Theodoros Roussopoulos im Fernsehen.

Über die Hintergründe des Zwischenfalls herrschte am Dienstag Unklarheit. Der Chefredaktor von «Eleftherotypia», Serafim Fyntanidis, vermutet einen Hintergrund im Bereich von «organisierten Privatarmeen» grosser Fussballvereine, wie er im Radio sagte.

Das Opfer hatte mehrfach in seinen Artikeln darauf aufmerksam gemacht, dass Besitzer grosser Fussballklubs in den vergangenen Jahren Hooliganismus in Griechenland geduldet hätten.

(sda)

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