Überfall auf spanisches Konsulat war keine Geiselnahme
Aktualisiert

Überfall auf spanisches Konsulat war keine Geiselnahme

Der Überfall auf das spanische Konsulat in Bern vom Montag vergangener Woche ist laut der Bundesanwaltschaft (BA) keine Geiselnahme gewesen.

Ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Entführung sowie Hausfriedensbruch wurde eingeleitet, wie BA-Sprecher Peter Lehmann am Dienstag zu einem Bericht von Radio DRS bestätigte.

Am Tag nach dem Überfall auf das Konsulat hatte die BA noch von Geiselnahme gesprochen. Angesichts der vorliegenden Erkenntnisse könne davon ausgegenagen werden, dass es sich nicht um eine Geiselnahme gehandelt habe, sagte Lehmann.

Die Ermittlungskompetenzen in dem Fall sind bei der BA konzentriert, die eng mit der Stadtpolizei Bern zusammenarbeitet. Die drei Täter sind nach wie vor flüchtig und werden international gesucht.

Sie hatten am vergangenen 7. Februar das Konsulat überfallen, den Chauffeur der spanischen Botschaft mit einem Messer verletzt und zwei Konsulatsangestellte eingesperrt. Anschliessend gelang ihnen die Flucht, bevor die Polizei das Konsulat mit einem Grossaufgebot stürmte.

(dapd)

Deine Meinung