Aktualisiert 07.06.2015 02:53

Unwetter-Chaos

Überflutete Keller in Bern, Erdrutsche in Graubünden

Ein heftiges Gewitter sorgte am Samstag für ein stürmisches Ende des Hitzetags. Vor allem im Kanton Bern gab es viele Schäden.

von
dia
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Ein Liegestuhl in Kirchdorf BE überstand das Gewitter nicht.

Ein Liegestuhl in Kirchdorf BE überstand das Gewitter nicht.

Leser-Reporter
Ein zerstörtes Auto in Gürbetal BE.

Ein zerstörtes Auto in Gürbetal BE.

Leser-Reporter
Unwetter nach Hitzetag: In Thun hagelte es am Abend stark.

Unwetter nach Hitzetag: In Thun hagelte es am Abend stark.

Leser-Reporter

34,2 Grad. So heiss wurde es am Samstag in Basel. Auch in anderen Teilen der Schweiz kletterte das Thermometer auf weit über 30 Grad, schreibt «Meteonews» in einer Mitteilung. Doch auf den Hitzetag folgten starke Gewitter.

Im Kanton Bern hagelte es am frühen Abend stark, wie Bilder von Leser-Reportern zeigen. «Die Hagelkörner waren fast so gross wie Pingpong-Bälle», sagte Leser Florian Reimann zu 20 Minuten. Das Gewitter am Thunersee habe plötzlich begonnen.

«So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir mussten uns unters Dach retten und wären auch dort beinahe von den Hagelkörnern getroffen worden», so Reimann. So schnell wie das Gewitter aufzog, sei es auch wieder vorbei gewesen, berichtet der Leser.

Der Hagelsturm in Mühlethurnen BE (Video: Leser-Reporter Manuel Z.)

Keller geflutet

Die Gemeinde Liebewil BE war besonders stark betroffen, wie Leserin Fabienne Lüthi zu 20 Minuten sagt: «Bei uns und bei den Nachbarn hat der Wind mehrere Ziegel vom Dach gerissen». Nach rund zehn Minuten sei der Hagelsturm vorbei gezogen.

Bei der Berner Kantonspolizei gingen Dutzende Meldungen wegen überfluteten Kellern und Strassen ein, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Der Wind liess zudem Bäume umstürzen, und teilweise hagelte es auch. Betroffen sei vor allem das Berner Oberland und das Aaretal gewesen.

Allein im Berner Oberland rückte die Polizei zu rund 20 Einsätzen aus. Auf dem Thunersee wurden zwei Segelboote vom Wind losgerissen, auch Bauschranken wurden umgewindet. In Thun stand vorübergehend eine Strasse unter Wasser.

Blitze über Zürich (Video: Leser-Reporter)

Erdrutsche in Graubünden

Bereits am Nachmittag gab es im Kanton Graubünden heftige Niederschläge. Im Albulatal haben zwei Erdrutsche die Albulastrasse zwischen Filisur und Bergün verschüttet. Verletzt wurde niemand.

Die Strasse werde für mehrere Stunden unpassierbar sein, teilte die Kantonspolizei Graubünden am späten Nachmittag mit. Die Fahrt ins Engadin sei nur via den Flüelapass oder via den Julierpass möglich.

Die Meteorologen schreiben von einem unwetterartigen Gewitter, das in der Nacht über das ganze Mittelland zieht. In der zweiten Nachthälfte sollte sich die Lage beruhigen. Am Sonntag wird es wieder freundlicher und die Sonne löst das Gewitter ab.

(dia/sda)

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