Heftiger Regen im Tessin: «Halten Sie Abflüsse und Schächte frei»
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Heftiger Regen im Tessin«Halten Sie Abflüsse und Schächte frei»

Die Behörden im Tessin warnen vor Überflutungen. Die Einwohner sollen die Telefonleitungen freihalten und nur in Notfällen mit den Rettungskräften telefonieren.

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Ab Freitag gibt es im Tessin viel Regen. (Symbolbild)

Ab Freitag gibt es im Tessin viel Regen. (Symbolbild)

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100 bis 200 Liter pro Quadratmeter sind möglich. (Symbolbild)

100 bis 200 Liter pro Quadratmeter sind möglich. (Symbolbild)

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Lokal können Bäche und Flüsse über die Ufer treten. (Symbolbild)

Lokal können Bäche und Flüsse über die Ufer treten. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Zum Ferienbeginn in vielen Kantonen schlägt das Wetter um.
  • Im Süden gibt es 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter Niederschlag.
  • Im Norden bleiben die Temperaturen tief.

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) warnt bis Samstagmittag vor starken Stürmen und intensivem Dauerregen vor allem in den zentralen und östlichen Alpenregionen sowie im Tessin.

Intensiver Dauerregen der Stufe 4 (grosse Gefahr) sagt Meteoschweiz in einer Mitteilung auf Twitter für die Walliser Südtäler, das Tessin sowie Südbünden voraus. Im restlichen Alpenraum ist die Gefahr, die vom intensiven Regen ausgeht, erheblich (Stufe 3) bis mässig (Stufe 2).

Insbesondere für den Süden und Teile des Wallis und Kantons Graubünden droht laut SRF Meteo Unwettergefahr mit Dauerregen, vor allem in der Nacht auf Samstag. Es bestehe grosse Gefahr von Erdrutschen, Murgängen und Überflutungen mit Verkehrsbehinderungen.

Bis am Sonntag könnten auf der Alpensüdseite und am Alpenhauptkamm vielerorts 140 bis 250 Millimeter Regen pro Quadratmeter fallen, lokal sogar noch mehr. Auf der Alpennordseite werde es zwar auch nass, die Regenmengen seien aber deutlich geringer.

Über die Alertswiss-App warnen die Behörden die Einwohner im Tessin vor Überflutungen. Im Alarm heisst es: «Telefonieren Sie nur in Notfällen mit den Rettungskräften. Halten Sie Abflüsse und Schächte frei, damit das Wasser abfliessen kann.»

Bezüglich Wind hat Meteoschweiz für den gesamten genannten Raum die Warnstufe 3 herausgegeben. SRF Meteo prognostiziert einen Föhnsturm in den Alpen mit Orkanböen bis zu 150 km/h auf den Gipfeln und 100 km/h in den Alpentälern.

Während der Süden viel Niederschlag abbekommt, bleibt es im Norden am Freitag teilweise sogar trocken. «Schaffhausen, Zürich und St. Gallen könnten vom Regen verschont bleiben», sagt Roger Perret von Meteonews. Dieser kommt dann aber mit einer Kaltfront in der Nacht auf Samstag auf. Dann muss im Norden mit kühleren Temperaturen gerechnet werden. In St. Gallen wird es mit 13 Grad am wärmsten.

Das kühle und unbeständige Wetter gehört laut Perret zum Herbst. «Der September war lange von Hochdruckgebieten bestimmt, erst gegen Ende schlug das Wetter um.» Wie lange das Tiefdruckwetter noch andauert, ist unklar. Bis jetzt ist jedenfalls keine Besserung in Sicht, auf stabiles Altweibersommerwetter müssen wir noch länger warten.

Das schlechte Wetter könnte so manchen die Herbstferien vermiesen. Just ab Samstag haben in neun Kantonen die Schüler nämlich zwei Wochen frei.

(SDA, FUR, FSS)

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