Prozess in Perugia: Überführt sie nun ein Fussabdruck?
Aktualisiert

Prozess in PerugiaÜberführt sie nun ein Fussabdruck?

Die Beweislage gegen Amanda Knox wird immer drückender: Forensiker fanden blutige Fussabdrücke, die zum Schlafzimmer des Opfers Meredith Kercher führen – und sie gehören eindeutig Amanda Knox.

An einem weiteren Prozesstag gegen die US-Studentin Amanda Knox, die seit Januar in Perugia vor Gericht steht, kamen acht Experten der Spurensicherung zu Wort. Knox wird beschuldigt zusammen mit ihrem Ex-Freund Raffaele Sollecito ihre britische Mitbewohnerin Meredith Kercher ermordet zu haben.

Kriminaltechniker Lorenzo Rinaldi hat am Tatort Blutspuren im Bidet und im Korridor des Hauses gefunden. Rinaldi gab vor Gericht an, dass der blutige Fussabdruck im Korridor in Kerchers Schlafzimmer führt. Die Spur konnte mit Luminol gesichert werden, das sich in Verbindung mit Blut blau färbt.

Die Fussabdrücke gehörten nach seinen Erkenntnissen Amanda Knox, hält Rinaldi fest: «Wir fanden den Abdruck eines nackten Fusses mit Blutspuren in Knox' Schlafzimmer und im Flur, der mit Luminol nachgewiesen wurde und der mit einem Abdruck übereinstimmte, der von ihr im Gefängnis gemacht worden war.»

Auch Blutspuren vom Ex-Freund

«Aufgrund unserer Ermittlungen konnten wir feststellen, dass der Fussabdruck auf der Badezimmermatte mit dem von (Raffaele) Sollecito übereinstimmt», sagte Rinaldi weiter. Dem Gericht erklärte er, mit welcher Genauigkeit seine Messungen gemacht wurden: «Wir nahmen die Masse zwischen Ferse und Zehe und zwischen Zehe und Fussbogen.»

Während Rinaldi sprach, machte sich Amanda Knox gelegentlich Notizen. Raffaele Sollecito tuschelte mit seiner Anwältin.

(kle)

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