Ig-Nobelpreise 2021 - Übergewicht von Politikern als Korruptions-Indikator – und andere irre Studien
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Ig-Nobelpreise 2021Übergewicht von Politikern als Korruptions-Indikator – und andere irre Studien

Kuriose Forschung und viel Klamauk: Die schrillen Ig-Nobelpreise sind Kult. Die Forschungsthemen klingen auf den ersten Blick skurril, aber sie sind so realisiert worden. Von echten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

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Auch in diesem Jahr wurden die Ig-Nobelpreise verliehen, wegen der Pandemie allerdings online. Ausgezeichnet werden dabei wissenschaftliche Studien, die «erst zum Lachen und dann zum Denken anregen» sollen. Das sind die «Gewinner und Gewinnerinnen». (Im Bild: Award aus dem Jahr 2019)

Auch in diesem Jahr wurden die Ig-Nobelpreise verliehen, wegen der Pandemie allerdings online. Ausgezeichnet werden dabei wissenschaftliche Studien, die «erst zum Lachen und dann zum Denken anregen» sollen. Das sind die «Gewinner und Gewinnerinnen». (Im Bild: Award aus dem Jahr 2019)

REUTERS
Susanne Schötz, eine Forscherin aus Schweden, die den Preis in der Kategorie Biologie für ihre Erforschung der Kommunikation zwischen Katzen und Menschen bekam, nahm die Ehrung mit einem Haarreif samt Katzenohren darauf an. «Was für eine Ehre, ich bin sprachlos», sagte Schötz – und ahmte dann zahlreiche verschiedene Katzenlaute nach. 

Susanne Schötz, eine Forscherin aus Schweden, die den Preis in der Kategorie Biologie für ihre Erforschung der Kommunikation zwischen Katzen und Menschen bekam, nahm die Ehrung mit einem Haarreif samt Katzenohren darauf an. «Was für eine Ehre, ich bin sprachlos», sagte Schötz – und ahmte dann zahlreiche verschiedene Katzenlaute nach.

Susanne Schötz
Forschende aus Frankreich, der Schweiz, Australien, Österreich, Tschechien und Grossbritannien bekamen den Preis in der Kategorie Wirtschaft für die Entdeckung, dass das Übergewicht der Politiker eines Landes ein guter Indikator für die Korruption in diesem Land sein könnte. (Im Bild: Mitglieder der Band Rammstein in Fatsuits)

Forschende aus Frankreich, der Schweiz, Australien, Österreich, Tschechien und Grossbritannien bekamen den Preis in der Kategorie Wirtschaft für die Entdeckung, dass das Übergewicht der Politiker eines Landes ein guter Indikator für die Korruption in diesem Land sein könnte. (Im Bild: Mitglieder der Band Rammstein in Fatsuits)

Symbolbild/Getty Images

Darum gehts

  • Mit dem Ig-Nobelpreis werden jedes Jahr absurdesten Forschungsarbeiten ausgezeichnet.

  • Auch in diesem Jahr wurden zehn Studien geehrt.

  • In den Arbeiten ging es unter anderem um Bärte, Kaugummi und Orgasmen.

Bakterien in weggeschmissenen Kaugummis und Bärte zum Schutz vor Faustschlägen ins Gesicht: Zehn wissenschaftliche Studien, die «erst zum Lachen und dann zum Denken anregen» sollen, sind in den USA mit «Ig-Nobelpreisen» ausgezeichnet worden (gesprochen «ignoble», was übersetzt etwa unehrenhaft heisst). In der Bildstrecke werden die zehn «Gewinner» vorgestellt.

Wegen der Corona-Pandemie wurde die traditionell schrille Gala in der Nacht zum Freitag bereits zum zweiten Mal in Folge ausschliesslich übers Internet veranstaltet. «Ihr könnt dabei jede verdammte Sache machen, die ihr wollt», sagte die Zoologin Sabine Begall von der Universität Duisburg-Essen in einer kurzen Eröffnungsrede. «Schreit euer Handy an oder esst etwas.» Die zum 31. Mal verliehenen undotierten Auszeichnungen sollen nach Angaben der Veranstalter «das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren».

«Mehr Glück im nächsten Jahr!»

Normalerweise verfolgen mehr als 1000 Zuschauer die Gala live vor Ort in einem Theater der Elite-Universität Harvard. Aber auch bei der rund anderthalbstündigen Online-Preisverleihung, die diesmal unter dem Oberthema «Maschinenbau» stand, flogen Papierflieger, gab es Sketche, bizarre Kurz-Opern und noch viel mehr skurrilen Klamauk.

«Wir hoffen, dass die Pandemie bis nächstes Jahr gezähmt ist und wir unsere 32. Verleihung wieder in unserem traditionellen Zuhause machen können», sagte Moderator Marc Abrahams, Herausgeber einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu kurioser Forschung – bevor er die Gala wie immer mit seinen traditionellen Abschlussworten beendete: «Wenn Sie dieses Jahr keinen Ig-Nobelpreis gewonnen haben, und besonders dann, wenn Sie einen gewonnen haben: mehr Glück im nächsten Jahr!»

Die Verleihung der Ig-Nobelpreise sind immer eine grosse Party. 

Die Verleihung der Ig-Nobelpreise sind immer eine grosse Party.

REUTERS

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