Übergewichtiger klagt gegen Air France
Aktualisiert

Übergewichtiger klagt gegen Air France

Dicke Luft in Frankreich: Weil er im Flugzeug zwei Sitze bezahlen musste, klagt ein französischer Drehbuchautor gegen die Fluglinie Air France.

Der Streit nahm seinen Anfang im August 2005. Jean-Jacques Jauffret wollte mit der Air France reisen. Am Ticketschalter die dicke Überraschung: Jauffret sollte zwei Tickets bestellen - schliesslich besetze er mit seinem Körperumfang zwei Sitze im Flieger. Vor den Augen anderer Passagiere vermass eine Air-France-Angestellte den Bauchumfang Jauffrets, um nachzumessen, ob er einen oder zwei Sitze bezahlen sollte.

All dies wollte Jauffret nicht auf sich sitzen lassen wollte. «Im Tram habe ich noch nie für zwei Sitze bezahlt. Obwohl ich auch dort eine ganze Bank belege», sagt Jauffret. Aus gleichem Grund müsse er ja wohl kaum die doppelte Miete bezahlen. Und schliesslich verdiene er ja trotz seines Gewichts nur für eine Person.

Also zog Jauffret vor Gericht und forderte von der Fluggesellschaft eine Entschädigung wegen Diskriminierung in der Höhe von 8000 Franken sowie die Erstattung des zweiten Flugtickets im Wert von 500 Franken. Das Gericht zeigte beim Beurteilen des Falls, dass es ein Gespür für die Schwere des Falls hat. Vor dem Fällen des Urteils sollen weitere Informationen zum Fall begutachtet werden. Am 27. März will das Gericht sein Urteil verkünden.

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