Überholt er Roger Federer? Ein Sieg fehlt Rafael Nadal für den Triumph 

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Nadal vor dem alleinigen RekordMedwedew wütet und gewinnt, dann entschuldigt er sich beim Schiri

Der spanische Tennisstar Rafael Nadal kann am Sonntag im Final triumphieren – und alles gewinnen. Ihm steht Badboy Daniil Medwedew im Endspiel gegenüber, der nach seinem Ausbruch das Gespräch mit dem Unparteiischen sucht.

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Daniil Medwedew tickte im Australian-Open-Halbfinal mal wieder aus. Er beleidigte den Schiedsrichter. 

Daniil Medwedew tickte im Australian-Open-Halbfinal mal wieder aus. Er beleidigte den Schiedsrichter.

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Letztlich gewann er aber und steht im Endspiel. 

Letztlich gewann er aber und steht im Endspiel.

AFP
Medwedew besiegte den Griechen Stefanos Tsitsipas in vier Sätzen. 

Medwedew besiegte den Griechen Stefanos Tsitsipas in vier Sätzen.

AFP

Darum gehts

  • Rafael Nadal steht im Australian-Open-Final.

  • Mit einem Sieg hat der Spanier 21 Grand-Slam-Titel.

  • Im Endspiel trifft er auf den Russen Daniil Medwedew, der erneut austickte.

Was für ein Comeback von Rafael Nadal! Der spanische Tennisstar greift beim Australian Open zwei Wochen nach der erzwungenen Ausreise von Novak Djokovic tatsächlich nach seinem 21. Grand-Slam-Titel und dem Rekord. Dank eines 6:3, 6:2, 3:6, 6:3 gegen den italienischen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini zog Nadal am Freitag in sein erstes Melbourne-Endspiel seit drei Jahren ein.

«Es bedeutet mir eine Menge, hier wieder im Final zu sein», sagte Nadal, als er nach seinem 500. Hartplatzsieg in der Rod-Laver-Arena interviewt wurde. Im Final am Sonntag trifft die Nummer fünf der Welt auf den russischen US-Open-Champion Daniil Medwedew. Der Russe steht zum zweiten Mal im Endspiel. Er setzte sich 7:6 (7:5), 4:6, 6:4, 6:1 gegen den griechischen Weltranglisten-Vierten Stefanos Tsitsipas durch. Am Australian Open 2021 hatte der 25-Jährige ebenfalls im Halbfinal gegen Tsitsipas gewonnen, dann aber den Titel gegen den serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic verpasst.

Während der Partie leistete sich Medwedew aber erneut einen Aussetzer. Er beleidigte den Schiedsrichter. «Bist du dumm?» und «du bist so schlecht» warf er ihm an den Kopf. Das, weil der Unparteiische das Coaching von Vater Tsitipas nicht verbat. Nach seinem Ausbruch gab Medwedew genervt den zweiten Satz ab. Am Ende der Partie entschuldigte er sich aber beim Unparteiischen.

Medwedew beleidigt den Schiri.

SRF

«Für mich geht es um das Australian Open»

Im ersten Halbfinal hatte Nadal zwei Sätze lang das Duell mit Berrettini eindrucksvoll beherrscht, dann schienen die Kräfte nachzulassen, aber er biss sich durch. 13 Jahre nach seinem bisher einzigen Australian-Open-Sieg sind Nadals Aussichten glänzend, sofern die Fitness für ein weiteres Match ausreicht. Nach monatelanger Turnierpause und einer komplizierten Fussverletzung darf der Spanier an den totalen Triumph glauben: Ein Sieg fehlt, dann lässt der 35-Jährige im faszinierenden Grand-Slam-Titelrennen seine in Melbourne nicht anwesenden Rivalen Djokovic und Roger Federer hinter sich. «Für mich geht es um das Australian Open – mehr als um alles andere», sagte Nadal nach dem Finaleinzug. «Ich habe nie an eine zweite Chance 2022 gedacht.»

Momentan stehen alle drei bei je 20 Trophäen bei den vier wichtigsten Turnieren. Melbourne-Rekordchampion Djokovic war für Australien der Favorit, der ungeimpfte Serbe musste wegen seines annullierten Visums aber noch vor dem Turnierstart wieder ausreisen. Der Schweizer Federer zweifelt wegen seiner langwierigen Knieprobleme am Comeback.

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(nih/dpa)

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