Corona-Welle in Los Angeles : Überlastung – Ambulanzen dürfen nicht mehr alle Patienten transportieren
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Corona-Welle in Los Angeles Überlastung – Ambulanzen dürfen nicht mehr alle Patienten transportieren

Aufgrund der prekären Corona-Situation in Los Angeles müssen Sanitäter zukünftig bereits bei den Einsätzen eine Triage durchführen. Patienten mit geringen Überlebenschancen dürfen nicht mehr transportiert werden.

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In Los Angeles dürfen nicht mehr alle Patienten transportiert werden. 

In Los Angeles dürfen nicht mehr alle Patienten transportiert werden.

AFP
In Los Angeles fällt derzeit jeder fünfte Corona-Test positiv aus. 

In Los Angeles fällt derzeit jeder fünfte Corona-Test positiv aus.

Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa
Die Spitäler im County sind überlastet.  

Die Spitäler im County sind überlastet.

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Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles sind wegen der Überlastung durch die Corona-Welle inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Spitäler zu bringen. Sollte bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten «nicht transportiert werden», hiess es in einer Anordnung des Rettungsdienstes vom Montag (Ortszeit). Zudem soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden.

Viele Spitäler in dem bevölkerungsreichen Bezirk «haben einen Krisenpunkt erreicht und müssen bei der Patientenversorgung bereits sehr harte Entscheidungen treffen», sagte die Chefin des Gesundheitsamtes, Christina Ghaly, der «Los Angeles Times». Den Spitälern stehe nach den Feiertagen eine neue Welle an Covid-19-Patienten bevor. «Das Schlimmste liegt fast sicher noch vor uns», sagte sie.

Die Spitäler würden mit Corona-Patienten überschwemmt. Vielerorts müssten Ambulanzen Stunden warten, bevor Patienten aufgenommen werden könnten, sagte Ghaly. Sie forderte die Menschen auf, Spitäler nur in absoluten Notfällen aufzusuchen.

Hohe Dunkelziffer bei Corona-Fällen

Im Bezirk Los Angeles, zu dem auch die gleichnamige Metropole an der Westküste gehört, leben rund zehn Millionen Menschen. Aktuell fällt dort jeder fünfte Corona-Test positiv aus. Zum Vergleich: In Deutschland waren es zuletzt rund 16 Prozent.

Allein am Montag gab es in dem Bezirk 9142 neu bestätigte Corona-Neuinfektionen und 77 erfasste damit zusammenhängende Todesfälle. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in dem Bezirk im US-Bundesstaat Kalifornien nach Behördenangaben rund 830’000 bestätigte Infektionen und rund 10’300 Todesfälle erfasst. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.

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Pro Juventute, Tel. 147

(dpa)

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