Aktualisiert 17.09.2007 11:47

Überlebende beschreiben Horrorszenen

«Sobald wir aufgeschlagen waren, wurde alles dunkel. Alles brach zusammen», berichtet die 23-jährige Kanadierin Mildred Furlong nach dem dramatischen Flugzeugunglück in Phuket. Ein Passagier sei vor ihr in Flammen aufgegangen.

Andere hätten wild um sich geschrien und versucht, aus dem brennenden Wrack zu flüchten.

Marcel Squinobal, ein 33-jähriger Restaurantbesitzer aus dem österreichischen Bregenz, war zum ersten Mal nach Thailand in den Urlaub gekommen. «Ich fliege gerne - aber jetzt: nie wieder», sagt er am Montag, während er sich im Bangkok Phuket Hospital von seinen Verletzungen erholt. Squinobal berichtete von chaotischen Szenen bei der Evakuierung des Flugzeugwracks. Es habe keinerlei Warnung gegeben, auch nach dem Crash sei von der Flugzeugcrew nichts zu hören gewesen.

Der Ire Gerard O'Donnell gehört ebenfalls zu den 41 Überlebenden des Unglücks. «Als unser Flugzeug landete, war schon klar, dass es Probleme haben musste, denn es landete ein mal und kam dann aber wieder hoch», berichtet O'Donnell. «Ich wurde schwer verbrannt: Mein Gesicht, meine Beine, meine Arme.» Ihm sei in letzter Sekunde die Flucht gelungen. «Ich konnte über einen Flügel der Maschine entkommen. Die Tür war irgendwie kaputt, ich musste mich durchdrücken.» Dann habe die Maschine sofort Feuer gefangen, erklärte O'Donnell.

Mindestens 89 Menschen kamen bei der Bruchlandung von Flug OG269 der Billigfluglinie One-Two-Go von Bangkok nach Phuket ums Leben. Mindestens ein Deutscher ist nach Angaben des Auswärtige Amts auch unter den Opfern. Einem 29-Jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz wurde der geplante Urlaub auf der beliebten Ferieninsel Phuket zum Verhängnis.

Ein 48-jähriger Schweizer vermutete am Montag, starke Winde könnten die Maschine vom Kurs gebracht haben. «Er beschleunigte und versuchte, hochzuziehen. Ich dachte, er dreht noch eine Runde und als nächstes wurde es dunkel, alles war ein grosses Durcheinander, und wir schlugen auf.» Seine Hose habe Feuer gefangen, es sei ihm aber gelungen, sich zum Ausgang zu schleppen. Ein anderer Überlebender habe ihn gegriffen und in Sicherheit gezogen. (dapd)

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