Aktualisiert 08.09.2009 07:54

Nach FlugzeugabsturzÜberlebende wollen Boeing verklagen

Boeing drohen wegen des Flugzeugunglücks auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol im Februar Schadenersatzklagen in Millionenhöhe. Zehn Überlebende des Unglücks wollen gemäss einer niederländischen Anwaltskanzlei Klagen in den USA einreichen.

Die niederländische Anwaltskanzlei AKD Prinsen Van Wijmen erklärte am Montag, die Überlebenden wollten die Anwaltskanzlei Clifford auf ihren Rat hin mit der Einreichung von Klagen in den USA beauftragen. Schwerverletzte könnten demnach jeweils bis zu 20 Millionen Dollar Schadensersatz fordern.

Die Klagen könnten in zwei bis sechs Wochen eingereicht werden. Auch andere Anwälte in den USA bereiteten Klagen gegen Boeing vor. Der Airbus-Rivale sei derzeit nicht willens, einen Vergleich anzubieten, sagte ein Mitarbeiter der Kanzlei. Ein Boeing-Sprecher erklärte, das Unternehmen äussere sich nicht zu laufenden Rechtsstreitigkeiten.

Defekter Höhenmesser

Eine Maschine der Turkish Airlines von Typ Boeing 737-800 war am 25. Februar beim Landeanflug auf den Amsterdamer Flughafen auf ein Feld abgestürzt und auseinandergebrochen. Neun der 134 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Niederländischen Ermittlern zufolge schaltete ein defekter Höhenmesser vor dem Absturz die Triebwerke der Maschine ab.

Boeing kündigte als Reaktion darauf an, alle Betreiber von 737-Maschinen mit einem Schreiben daran zu erinnern, dass die wichtigsten Fluginstrumente während kritischer Flugphasen überwacht werden müssen. (sda)

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