Schiesserei im Café 56: Überlebender nach Albanien ausgeschafft
Aktualisiert

Schiesserei im Café 56Überlebender nach Albanien ausgeschafft

Der 24-jährige Mann, der einen Mordanschlag vom 9. März verletzt überlebt hat, ist nicht mehr in der Schweiz: Er wurde nach Albanien ausgeschafft.

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Dieses Bild entstand wenige Tage vor der Schiesserei im Café 56. Zu sehen sind die beiden Todesopfer, der 28-jährige Mirjan B. (2. von links) und der 39-jährige Orges S. (ganz rechts). Festim D. (24, ganz links) überlebte. Der 24-Jährige wurde mittlerweile nach Albanien ausgeschafft, wie das Sicherheitsdepartement der «Tageswoche» bestätigte.

Dieses Bild entstand wenige Tage vor der Schiesserei im Café 56. Zu sehen sind die beiden Todesopfer, der 28-jährige Mirjan B. (2. von links) und der 39-jährige Orges S. (ganz rechts). Festim D. (24, ganz links) überlebte. Der 24-Jährige wurde mittlerweile nach Albanien ausgeschafft, wie das Sicherheitsdepartement der «Tageswoche» bestätigte.

zvg
Ein Bekannter von Mirjan B. sagt: «Seine Familie hat mich am Freitagmorgen angerufen. Sie alle waren schrecklich aufgelöst und haben geweint. Ihnen war bereits von anderen Personen mitgeteilt worden, dass Mirjan eines der Opfer ist, jedoch wussten sie nicht, ob er tot oder schwer verletzt ist.»

Ein Bekannter von Mirjan B. sagt: «Seine Familie hat mich am Freitagmorgen angerufen. Sie alle waren schrecklich aufgelöst und haben geweint. Ihnen war bereits von anderen Personen mitgeteilt worden, dass Mirjan eines der Opfer ist, jedoch wussten sie nicht, ob er tot oder schwer verletzt ist.»

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Grossaufgebot: Einsatzkräfte der Basler Polizei vor dem Café 56 am 9. März 2017.

Grossaufgebot: Einsatzkräfte der Basler Polizei vor dem Café 56 am 9. März 2017.

Beat Kälin, newspictures

Am 9. März wurden bei einer Schiesserei im Café 56 in der Erlenstrasse zwei albanischstämmige Männer getötet, ein 24-Jähriger erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement nun der «Tageswoche» bestätigte, wurde der 24-jährige Festim D.* nach Albanien ausgeschafft.

D. sei den Behörden bereits vor der Tat bekannt gewesen. Der Mann war am 7. März in die Schweiz eingereist. Sein Ziel: ein Asyl-Antrag in Deutschland. Nach dem blutigen Vorfall in Basel sei er operiert worden. Eine Woche später, am 17. März, erfolgte die Verhaftung. Gegen ihn habe eine Einreisesperre für die Schweiz und den gesamten Schengenraum vorgelegen.

Weiter schreibt die Zeitung, dass das Basler Appellationsgericht den Entscheid des Migrationsamtes bestätigt habe: zwölf Tage Ausschaffungshaft und die anschliessende Wegweisung aus der Schweiz.

* Namen der Redaktion bekannt

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