Massive Brutverluste: «Überlebenschancen für Jungvögel gering»
Aktualisiert

Massive Brutverluste«Überlebenschancen für Jungvögel gering»

Wegen des kalten Wetters sterben viele Jungvögel. Auch Vogel-Vater Heinz Handschin aus Gelterkinden beklagt Verluste.

von
Hannes von Wyl
Vogel-Vater Heinz Handschin hat seit 20 Jahren zum ersten Mal tote Jungvögel in seinen Nistkästen gefunden

Vogel-Vater Heinz Handschin hat seit 20 Jahren zum ersten Mal tote Jungvögel in seinen Nistkästen gefunden

Der passionierte Vogelfreund Heinz Handschin (69) bietet einheimischen Vogelarten mit seinen acht Nistkästen seit 20 Jahren Unterschlupf. Zum ersten Mal fand er am letzten Samstag drei junge Haubenmeisen tot in einem Nest. «Das kalte Wetter der letzten Wochen haben sie nicht überlebt», ist Handschin überzeugt.

Beatrice Kirn, Geschäftsführerin des Tierschutzes beider Basel, bestätigt: «Wenn es so kalt ist wie in den letzten Wochen, sind die Überlebenschancen für frisch geborene Vögel gering.» Nicht nur die Kälte, sondern auch das fehlende Futter sei für die Tiere problematisch.

Zu wenig Nahrung

«Insektenfressende Vögel wie Schwalben oder Meisen brauchen zu lange, um genügend Nahrung zu sammeln», weiss Vogelexperte Ueli Lanz vom Naturschutzverein Buus. «Sind die Eltern weg vom Nest, fehlt es den Jungen an Wärme.» Mit der Kälte und wenig Nahrung kämpfen auch die Störche im Tierpark Lange Erlen. «In diesem Jahr haben wir schon vier tote Jungstörche gefunden», sagt Parkleiter Bruno Ris.

So ein frecher Schnabel

«Massive Brutverluste»

Laut Biologe Matthias Kestenholz, Mediensprecher der Vogelwarte Sempach, ist die Situation für viele Vogelarten dramatisch. «Wir erwarten massive Brutverluste», so Kestenholz.

Die quakende Alternative zu Schneckengift

Deine Meinung