Vor Lugano-Zug: Überlebt Shedden eine weitere Niederlage?
Aktualisiert

Vor Lugano-ZugÜberlebt Shedden eine weitere Niederlage?

Krisensitzung in der Zentralschweiz: Der EV Zug analysiert auch Doug Shedden. Die Frage ist: Wann wird beim Tabellenletzten der Leidensdruck zu gross?

von
Peter Berger
Sandro Compagno

Die letzte Partie hat auch die letzten Optimisten erschüttert. Nach einer 4:1-Führung verlor der EVZ gegen Lugano 4:7. «Man wird ratlos», gesteht Patrick Lengwiler. Der Sportchef verweist auf die positive Schussstatistik von 51:23 am Samstag. «In den sechs letzten Partien hatten wir stets ein Chancenplus. Aber das nützt nichts, wenn die Punkte ausbleiben.» Bei der heutigen Revanche im Tessin wären Lengwiler weniger Schüsse und dafür mehr Punkte lieber. «Aber wir befinden uns in einer Negativspirale. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis; dazu braucht man Selbstvertrauen, das uns aber fehlt, weil der Erfolg ausbleibt.»

Die Zuger Führung analysiert deshalb die Situation. Lengwiler steht dabei immer noch hinter Doug Shedden. «Doch auch der Trainer wird analysiert. Ergebnisse werden aber erst am Donnerstag kommuniziert.»

Mit anderen Worten: Das Zuger Auftreten heute Abend in Lugano wird entscheidenden Einfluss darauf haben, was am Donnerstag bekannt wird. Bislang war eine Absetzung des Kanadiers, der als knallhart, aber auch als ausgewiesener Fachmann gilt, kein Thema, weil zu teuer. Shedden hat einen gut dotierten Vertrag bis 2010. Eine Entlassung dürfte den EVZ eine runde Million kosten.

Doch irgendwann wird der Leidensdruck zu gross. Acht Punkte liegt der EVZ unter dem Trennstrich. Shedden tut gut daran, die Differenz nicht noch grösser werden zu lassen.

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