Aktualisiert 24.05.2007 20:25

Überprüfung der Autonummer bei der Einfahrt in die Stadt

Kriminelle sollen künftig schon an der Stadtgrenze abgefangen werden können. Die Polizei plant, an sämtlichen Einfahrtsstrassen Fahndungskameras zu montieren.

Wer in die Stadt Zürich fährt, sollte eine weisse Weste haben. In absehbarer Zeit soll jedes Auto überprüft werden können, das die Stadtgrenze passiert. «Ziel ist es, 26 Kameras bei den Einfahrtsachsen zu installieren», sagt Herbert Siegrist von der Abteilung Prävention der Stadtpolizei. Diese erkennen Autonummern und gleichen sie mit der eidgenössischen Fahndungsdatenbank Ripol ab. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch ausländische Fahrzeuge überprüft werden können. «Ist ein Lenker registriert, geht in der Einsatzzentrale ein Alarm los». Gestohlene Fahrzeuge, Leasing-Betrüger oder solche, die ohne Versicherungsschutz unterwegs sind, werden sofort entlarvt.

An der Kreuzung Sihlquai/Fabrikstrasse steht bereits seit 2001 ein solches Gerät. Derzeit läuft dort und an vier weiteren Standorten – Wehntalerstrasse, Leimbachstrasse, Birmensdorferstrasse und Überlandstrasse – eine Testphase mit einer neuen Software: «Im Herbst werden die Geräte dann scharfgestellt und werden täglich etwa 40000 Fahrzeuge kontrollieren.» Natürlich würden zu Beginn deutlich mehr Täter ins Netz gehen. Siegrist: «Aber sobald das Fahndungssystem bekannt wird, werden es weniger sein.» 15000 Franken koste ein Apparat im Jahr. «Das ist ein günstiger Polizist.»

Alexandra Roder

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