Aktualisiert 25.11.2017 22:32

Super League

Überragender Lang schiesst Luzern ab

Meister Basel erfüllt die Pflicht und besiegt den FC Luzern nach einer starken zweiten Halbzeit. St. Gallen kommt in Thun zu einem einfachen Auswärtssieg.

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Überflieger: Michael Lang steuerte zwei Tore zum deutlichen 4:1-Sieg von Basel über Luzern bei. Lang sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich und den Schlusspunkt.

Überflieger: Michael Lang steuerte zwei Tore zum deutlichen 4:1-Sieg von Basel über Luzern bei. Lang sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich und den Schlusspunkt.

Keystone/Siggi Bucher
Dabei hatte Luzern prächtig ins Spiel gefunden. Demashaj brachte die Innerschweizer bereits in der 18. Minute in Führung.

Dabei hatte Luzern prächtig ins Spiel gefunden. Demashaj brachte die Innerschweizer bereits in der 18. Minute in Führung.

Keystone/Siggi Bucher
Goldenes Händchen: Am Schluss setzte sich aber die besseren Basler durch. Trainer Wicky wechselte mit Oberlin und Itten diejenigen Spieler ein, die mit ihren Toren die Wende einleiteten.

Goldenes Händchen: Am Schluss setzte sich aber die besseren Basler durch. Trainer Wicky wechselte mit Oberlin und Itten diejenigen Spieler ein, die mit ihren Toren die Wende einleiteten.

Keystone/Siggi Bucher

«Das ist unglaublich», fasste der Basler Rechtsverteidiger seine letzten acht aufregenden Tage zusammen. Innert einer Woche erzielte der St. Galler vier Treffer: einen beim 5:1 gegen Sion am letzten Samstag, das 1:0 gegen Manchester und nun das 1:1 und das 4:1 in Luzern. «Normalerweise gelingen einem als Verteidiger vier Tore vielleicht in einer ganzen Saison», freute sich Lang im Interview mit «Teleclub».

Basels Trainer Raphael Wicky bewies im ersten von zwei Duellen mit Luzern innert vier Tagen - die beiden Teams treffen am kommenden Mittwoch im Cup erneut aufeinander - ein glückliches Händchen. Die Stürmer Dimitri Oberlin und Cedric Itten entschieden in kumulierten 17 Minuten nach ihrer jeweiligen Einwechslung mit den Treffern zum 2:1 und 3:1 die Partie.

Erst die Führung, dann der Frust

Das Resultat spiegelte das Geschehen auf dem Platz genau. Basel bot eine sehr abgeklärte Leistung. Der Meister hielt vor allem nach der Pause die Fehlerquote auf einem Minimum. Er zwang den in den ersten 45 Minuten ebenbürtigen Gegner zu mehr Defensivarbeit und liess seinerseits keine einzige Torchance mehr zu.

Luzern musste erneut sieglos vom Platz, obwohl es in der 18. Minute durch Shkelqim Demhasaj in Führung gegangen war. Die Innerschweizer bleiben im Tief: in den letzten 12 Partien vermochten sie nur einmal zu gewinnen.

Der Luzerner Frust über den Leistungsabbau kam in einer Szene kurz vor Schluss zum Ausdruck. Das mit der Roten Karte bestrafte Frust-Foul von Hekuran Kryeziu an Raoul Petretta (86.) gehörte zur Kategorie gesundheitsgefährdend.

St. Gallen bleibt in Tuchfühlung mit der Spitze

Nach zuletzt zwei Niederlagen kehrte St. Gallen auf die Siegesstrasse zurück. Die Ostschweizer setzten sich in Thun 2:1 durch und verbesserten sich in der Tabelle vorerst auf Rang 3. Thun dagegen hat in den letzten sechs Super-League-Partien nur einmal gewonnen und bleibt auf Rang 8, mit einem Punkt Vorsprung auf Luzern und Sion.

Telegramm:

Luzern - Basel 1:4 (1:1) – 10'109 Zuschauer. - SR Jaccottet.

Tore: 18. Demhasaj (Rodriguez) 1:0. 31. Lang (Zuffi) 1:1. 69. Oberlin (Elyounoussi) 1:2. 81. Itten (Suchy) 1:3. 92. Lang (Zuffi) 1:4.

Luzern: Omlin; Grether (77. Follonier), Lucas, Ziegler, Lustenberger; Schneuwly, Kryeziu, Schulz, Rodriguez (60. Schürpf); Demhasaj (77. Kutesa), Juric.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Balanta, Petretta; Xhaka, Zuffi; Steffen (79. Akanji), Fransson (63. Oberlin), Elyounoussi; Ajeti (70. Itten).

Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Custodio, Feka, Schwegler (alle verletzt) und Schindelholz (U21), Basel ohne Bua, Serey Die, Van Wolfswinkel, Vailati (alle verletzt) und Gaber (krank). 86. Rote Karte gegen Kryeziu (Foul). Verwarnungen: 50. Xhaka. 52. Grether. 56. Ziegler (alle wegen Fouls).

Thun - St. Gallen 1:2 (1:1).

Rangliste: 1. Young Boys 15/33. 2. Basel 16/29. 3. Grasshoppers 15/23. 4. Zürich 15/22. 5. St. Gallen 15/21. 6. Lausanne-Sport 15/19. 7. Lugano 15/16. 8. Thun 15/15. 9. Luzern 16/14. 10. Sion 15/14. (sda)

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