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Überraschender Konkurs in Biel - 85 Arbeitslose

Die traditionsreiche Bieler Metallbaufirma Hirsch steht offenbar vor dem Aus: Sie hat Konkurs beantragt. Für die 85 Mitarbeiter besteht kein Sozialplan und die Augustlöhne erhalten sie nicht. Die Belegschaft ist völlig überrascht worden.

Als Grund für den Konkursantrag nannte der Verwaltungsratspräsident der Hirsch AG, Walter Diethelm, in einer Medienmitteilung «unüberwindbare Liquiditätsengpässe». Er wollte auf Anfrage diese Aussage nicht präzisieren. Die Hirsch AG war im Jahr 2000 von der Diethelm AG in Burgdorf übernommen worden.

Die Firma produziere weiter, bis Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche der Richter über den Konkursantrag entschieden habe, hiess es bei Hirsch in Biel. Das Unternehmen existiert seit 1954. Die Pensionskassengelder sind laut Medienmitteilung gesichert.

Belegschaft und Gewerkschaft schockiert

Laut dem Bieler Unia-Gewerkschaftssekretär Ernesto Casagrande erfuhren Belegschaft und Unia am Dienstagabend von den Schwierigkeiten. Zuvor habe die Firmenleitung nie über Probleme berichtet. Personal und Gewerkschaften seien deshalb überrascht und schockiert. Casagrande kritisierte die Informationspolitik der Firma.

Am Mittwoch gegen Abend wollte die Unia eine Betriebsversammlung durchführen. Casagrande will auch versuchen, zusammen mit der «Hirsch»-Direktion zu retten, was zu retten ist. Unia hat aber bereits eine Stellenbörse für das Personal eingerichtet. (sda)

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