Aktualisiert 27.10.2009 16:52

ZürcherÜberreste alter Bäder werden aufgefrischt

Archäologische Fenster vermitteln in Stadt und Kanton Zürich Einblicke ins Altertum und Mittelalter. Beim Zürcher Weinplatz ist am Dienstag die neu gestaltete Ausstellung zu den Überresten römischer Bäder im alten Turicum präsentiert worden.

Seit den Ausgrabungen vor rund 25 Jahren sind an der Thermengasse in der Altstadt steinerne Zeugen römischer Bäder zu sehen. Die rund 1800 Jahre alte Anlage unter einem Gitterboden wird nun mit neuen Tafeln erläutert. Die Erneuerung der Ausstellung fand parallel zur Renovation des angrenzenden Altstdthauses statt, wie Dölf Wild, Leiter der Stadtarchäologie, an der Präsentation sagte.

Die neuen Tafeln informieren generell über das Badeleben im ehemaligen römischen Vicus Turicum, und dokumentieren die Ausbauschritte der Anlage. Präsentiert werden ferner Überreste eines Mosaiks und bei den Grabungen gefundene Alltagsgegenstände. Generell könnten die Überreste des Bades dank einer Schautafel nun besser einem Gesamtbild zugeordnet werden, so Wild.

In der Zürcher Altstadt gibt es rund zehn archäologische Fenster, ein weiteres zur römischen Geschichte befindet sich beim Lindenhof. Das Konzept der Klein- und Kleinstausstellungen am Ort von Ausgrabungen gibt es aber auch im übrigen Kanton.

Seit einigen Jahren werden diese Fenster in die Vergangenheit sukzessive renoviert. So sollen zum Beispiel in den nächsten Jahren die teils verstaubten Präsentationen römischer Zeugen in Oberwinterthur, in Seeb (Gemeinde Winkel) und in Rheinau aufgefrischt und ergänzt werden. (sda)

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