Aktualisiert 25.12.2006 07:04

Überschwemmungen fordern hunderte Tote

Nach den schweren Überschwemmungen im Nordosten der indonesischen Provinz Aceh sitzen hunderte von Menschen auf den Dächern ihrer Häuser und warten verzweifelt auf Hilfe.

Das Dorf Limo Wukur im Bezirk Tamiang sei von den Wassermassen dem Erdboden gleich gemacht worden und von den 300 Einwohnern fehle jede Spur, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Nurdin F Jos, dem Online-Portal «Kompas Cyber Media» am Montag. «Die meisten sind wahrscheinlich tot», zitierte das Portal den Sprecher.

Durch die Überschwemmungen sind nach Angaben von Behörden und Katastrophenhelfern mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. 190 000 flüchteten in Notlager. Die selbst für die Regenzeit ungewöhnlich heftigen Niederschläge sollen gemäss Meteorologen noch Tage anhalten.

Am schlimmsten betroffen von den Überschwemmungen ist ein Gebiet an der Nordostküste von Aceh auf der Insel Sumatra. Diese Gegend war von dem verheerenden Tsunami vor zwei Jahren weniger betroffen.

Die Zentralregierung schickte am Montag riesige Frachter mit Hilfsgütern in die Region, darunter Nahrungsmittel, Feldküchen, Decken und Gummiboote. Wie die Mittel verteilt werden sollten, war allerdings unklar.

Zahlreiche Strassen waren durch die Überschwemmungen weggerissen. Die Stadt Kuala Simpang war nur noch mit dem Boot zu erreichen. Auch in den Nachbarprovinzen Nord-Sumatra und Riau traten Flüsse über die Ufer und überfluteten zahnreiche Dörfer. Mehrere Erdrutsche verschütteten Häuser und Strassen. (sda)

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