Schwarzmeer-Region - Überschwemmungen in der Türkei fordern mindestens 57 Todesopfer
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Schwarzmeer-Region Überschwemmungen in der Türkei fordern mindestens 57 Todesopfer

Heftige Regengüsse setzten ganz Ortschaften unter Wasser und rissen Häuser ein. Aufgrund der Sturzfluten starben mindestens 57 Menschen.

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Sturzfluten brachten ein Teil eines Gebäudes in der Stadt Bozkurt zum Einsturz. 

Sturzfluten brachten ein Teil eines Gebäudes in der Stadt Bozkurt zum Einsturz.

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Autos wurden von den Wassermassen weggerissen und zahlreiche Strassen unpassierbar.

Autos wurden von den Wassermassen weggerissen und zahlreiche Strassen unpassierbar.

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Mitglieder der türkischen Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) begutachten die Lage. 

Mitglieder der türkischen Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) begutachten die Lage.

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Darum gehts

  • Seit Tagen regnete es in Teilen der nördlichen Türkei heftig.

  • Sturzfluten rissen Häuser, Brücken und Strassen mit sich.

  • Hinter den Wetterextremen im Land steht der Klimawandel – doch die Verwüstungen deuten auch auf bauliche Mängel hin.

In der Türkei sind durch Überschwemmungen und Erdrutsch am Schwarzen Meer bisher mindestens 57 Menschen gestorben. Laut der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad sind durch den Starkregen die meisten Menschen in der Provinz Kastamonu ums Leben gekommen. Auch die Provinzen Bartin und Sinop waren von Unwetterschäden betroffen.

Mindestens fünf Brücken wurden zerstört, Autos wurden von den Wassermassen weggerissen und zahlreiche Strassen unpassierbar. Mehr als 2200 Menschen wurden nach Angaben der Behörden aus Flutgebieten evakuiert; einige mussten mit Hubschraubern von Dächern geborgen werden.

Bauliche Massnahmen auch als Ursache möglich

Der Klimawandel wird inzwischen wissenschaftlich unstrittig als eine Ursache der folgenschweren Wetterextreme gesehen. Allerdings weisen Fachleute in der Türkei auch darauf hin, dass Flussbegradigungen und bauliche Mängel ebenso Faktoren seien. Geologen zufolge ist der Fluss Ezine im Bezirk Bozkurt massiv eingeengt worden.

Von ehedem 400 Meter breiten Überflutungsflächen seien noch 14 Meter übrig gewesen, Häuser seien entlang des eingeengten Flusses gebaut worden. Der Geologe Ramazan Demirtas erläuterte auf Twitter, wie das Flussbett des Ezine eingeengt worden sei und folgerte, die Hochwasserkatastrophe in Bozkurt sei von Menschen verursacht.

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(DPA/AFP/pco)

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