Aktualisiert 02.01.2010 13:43

ItalienÜberschwemmungen und Erdrutsche an der Küste

Schwere Unwetter haben in Italien zahlreiche Gebiete unter Wasser gesetzt und Erdrutsche ausgelöst. An der Amalfiküste südlich von Neapel starb ein 44-jähriger Koch, als abrutschende Fels- und Erdmassen sein Restaurant verschütteten.

In der norditalienischen Region Ligurien musste wegen hoher Wellen ein Teil der stark befahrenen Verkehrsachse Aurelia gesperrt werden. Der Bahnverkehr um Genua wurde zum Teil umgeleitet, was erhebliche Verspätungen verursachte. Mehrere Lokale und Wohnungen an der ligurischen Küste wurden überschwemmt.

Auch die Toskana litt unter den Folgen der starken Regenfälle. Breite Landstreifen in der Gegend von Lucca und Pisa waren überschwemmt, weil der Fluss Serchio über die Ufer getreten war. Unweit von Lucca mussten 54 Familien ihre Häuser verlassen. In der Region entstanden Schäden in der Höhe von 80 Millionen Euro.

In Umbrien trat der Tiber über die Ufer. Die Bahnverbindungen zwischen Rom und der Hafenstadt Ancona wurden für mehrere Stunden unterbrochen.

Ein Schiff, das von Palermo in Richtung Neapel abgefahren war, erreichte sein Ziel am Samstag wegen der schlechten Wetterbedingungen erst mit zehn Stunden Verspätung.

Wegen starker Winde sind die Verbindungen mit den Äolischen Inseln vor Sizilien sind seit zwei Tagen unterbrochen. 300 Touristen, die Silvester auf den Inseln verbracht hatten, sassen fest.

(sda)

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