Übersetzungspannen am Weltsozialforum
Aktualisiert

Übersetzungspannen am Weltsozialforum

Als eine der Kuriositäten bietet sich am Weltsozialforum in Bombay das neue Übersetzungssystem an.

Dieses funktioniert nicht oder nur fehlerhaft, so dass viele Zuhörer, welche der betreffenden Sprache nicht mächtig sind, die Reden nicht verstehen.

Das speziell für das Forum konzipierte System mit dem Namen Nomad sollte in den fünf grossen Hallen, wo die Präsentationen stattfinden, die Übersetzung per Kopfhörer gewährleisten, und zwar in elf Sprachen. Darunter sind - gemäss den erwarteten Teilnehmern- auch mehrere indische Sprachen sowie Koreanisch und Japanisch.

Nun funktioniert Nomad wegen einer zu kurzen Testphase jedoch auch drei Tage nach Eröffnung des Forums nur sehr lückenhaft. Empfangen werden können bisher in der grössten Halle nur einige wenige Sprachen, darunter Französisch und Spanisch.

Die Verantwortlichen müssten sich mit fehlerhaften Kabeln, Mischpulten und Computern herumschlagen, sagte Laurent Vannini von der Gruppe Babels, einer Gruppe freiwilliger Dolmetscher, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Sogar englische Reden würden von der Mehrheit der Zuhörer wegen schlechter Tonqualität kaum verstanden.

«Die Situation wird sich bis am Schluss des Forums kaum verbessern», sagte Julien Ottavi, einer der Nomad-Initianten. Bombay müsse wohl als Test für künftige Foren angesehen werden. Einen grossen Teil der Verantwortung für die Übersetzungspannen müssten hingegen die diesjährigen Organisatoren übernehmen.

(sda)

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