Aktualisiert 29.04.2008 21:28

Überstunden häufen sich, da es an Fachpersonal fehlt

Die Schweiz ist ein Volk
von einig Schaffern: Wir arbeiten immer mehr. Die Überstunden würden zudem für 90 000 neue Stellen reichen.

von
Dajan Roman

Wer voll arbeitet, hat gemäss den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) im Jahr 2006 total 42 Stunden und 21 Minuten pro Woche gekrampft und im Schnitt eine Überstunde pro Woche geleistet. Damit haben die Schweizer 1,5 Prozent mehr als noch 2005 gearbeitet.

Zudem wurden 1,2 Prozent mehr Überstunden geleistet: Diese Zahl entspricht gemäss BFS rund 92 000 Vollzeitstellen. Könnte man also für fast alle der 103 777 Arbeitslosen, die Ende März gemeldet waren, Jobs schaffen? «Nein», sagt Michael Gerfin, Professor für Volkswirtschaft an der Uni Bern: «Die Unternehmen suchen Leute mit Qualifikationen, die Arbeitslose in der Regel nicht zu bieten haben», sagt der Arbeitsmarktökonom. «Die Stellen werden zwar geschaffen und ausgeschrieben, können aber nicht besetzt werden.» Die Arbeit müsse aber gemacht werden, was zu Überstunden führe. «Falls die Firmen jemanden für die Stelle finden, ist es häufig ein qualifizierter Ausländer», so Gerfin. Oft komme es für Firmen aber auch günstiger, die Leute Überstunden machen zu lassen, statt neue Stellen zu schaffen.

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