Aktualisiert 27.09.2005 21:31

Überzählige Swiss-Piloten sollen für Chinesen fliegen

Swiss hat für den Winterflugplan gut 200 Piloten zu viel: Für rund 60 zeichnet sich nun eine aussergewöhnliche Lösung ab.

Ab dem 1. November löst die Swiss ihre Saab-2000-Flotte auf. Die Airline trennt sich insgesamt von 14 Regionalmaschinen, die auf Kurzstrecken eingesetzt werden. Kurz bevor Swiss ihre Flugzeugführer entlässt, scheint sich jetzt zumindest für einen Teil der Angestellten eine Lösung abzuzeichnen: Die Konkurrenz interessiert sich für Swiss-Piloten.

So will die stark wachsende China Airlines bis zu 60 Ex-Crossair-Piloten einstellen. Davon sind 40 für Jum-bos und 20 für die Airbusse A330 und A340 vorgesehen. In einer Prüfung werden Interessenten auf ihr Potenzial für eine Umschulung auf grössere Flugzeugtypen ausgelotet.

«Es ist eine tolle Chance für unsere Piloten», sagt Swiss-Sprecher Dominik Werner. «Die Umschulung von Regional- auf Langstreckenflugzeuge eröffnet viele Möglichkeiten», sagt er. Bezüglich Arbeitsort dürfte aber viel Flexibilität gefragt sein.

Weitere 15 Swiss-Piloten sollen laut Swiss bald ein Angebot von Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten.

(mhb)

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