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«FAZ» berichtet von neuen DetailsUefa untersucht nun auch einen «Zigeuner»-Spruch im Skandal-Spiel

Die Skandal-Partie zwischen PSG und Istanbul zieht weiter Kreise. In einem Video ist nun eine weitere rassistische Aussage zu hören.

von
Nils Hänggi

Hier ist nochmals der Skandalabbruch in der Champions League zu sehen.

Darum gehts

  • Der Rassismus-Skandal vom Spiel PSG gegen Basaksehir könnte sich weiter ausweiten.

  • So soll auch ein «Zigeuner»-Spruch gefallen sein.

  • Gemäss der «FAZ» laufen derzeit die Untersuchungen der Uefa.

Weitet sich der Skandal noch weiter aus? Sind noch mehr Beleidigungen beim Dienstagabendspiel der Champions League zwischen PSG und Basaksehir gefallen? Nicht nur das N-Wort des 4. Offiziellen gegenüber des türkischen Assistenztrainers der Gäste, dem früheren kamerunische Nationalspieler Pierre Webo? Gut möglich. Denn wie die «FAZ» berichtet, wird die Uefa ihre Ermittlungen rund um die Skandal-Vorfälle ausweiten. Laut der deutschen Zeitung geht es nun auch noch um einen «Zigeuner»-Spruch.

So postete der rumänische Journalist Emanuel Rosu verschiedene Videos auf Twitter. Videos, die die Vorfälle minutiös aufarbeiten. In seinen Posts sticht besonders ein Video hinaus. Zu sehen und zu hören in diesem: Spieler, die mit den Schiedsrichtern diskutieren sowie eine nicht genau zuordnungsbare Person, die sagt: «In meinem Land sind Rumänen Zigeuner. Aber ich kann auch nicht Zigeuner sagen.» Zu vermuten ist, dass sich die unbekannte Person dabei wohl auf den Wortwechsel und rassistische Beleidigung zuvor bezieht.

War es der türkische Trainer?

Diese Vermutung unterstreicht ein weiterer Post von Rosu. Der rumänische Journalist schreibt nämlich, dass es sich bei der nicht zuordnungsbare Person um Basaksehir-Trainer Okan Buruk handelt. Rosu sagt, dass er mit dem Zigeunerspruch die rumänischen Schiris meinte. Ob das stimmt, ist unklar. Gemäss der «FAZ» dauern die Untersuchungen der Uefa an.

Was sicher ist: Der Rassismus-Skandal wird noch weiter hohe Wellen werfen. Das sah man beim Wiederanpfiff der Begegnung am Mittwochabend, als alle Spieler samt Schiedsrichter um den Mittelkreis mit erhobener Faust hinknieten. Oder auch am Shitstorm gegenüber dem ehemaligen Schweizer Spitzen-Schiedsrichter Urs Meier, der in der «Blue»-Sendung mit kontroversen Aussagen auffiel.

Bist du oder jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Tel. 147

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