Aktualisiert 24.06.2011 13:36

Hoher Besuch

Ueli Maurer reist an den U21-EM-Final

Bundesrat Ueli Maurer beehrt die Schweizer U21-Nati beim Endspiel gegen Spanien in Dänemark. Er ist nicht der Einzige, der kurzfristig in den Norden reist.

von
Reto Fehr
Bundesrat Ueli Maurer (unten Mitte, man erkennt ihn im Fan-Shirt kaum) mit der damaligen Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (u.r.) und Ständeratspräsidentin Erika Forster (u.l.) beim Empfang für die U17-Weltmeister 2009. Obs auch für die U21 etwas ähnliches gibt?

Bundesrat Ueli Maurer (unten Mitte, man erkennt ihn im Fan-Shirt kaum) mit der damaligen Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (u.r.) und Ständeratspräsidentin Erika Forster (u.l.) beim Empfang für die U17-Weltmeister 2009. Obs auch für die U21 etwas ähnliches gibt?

Die Schweizer U21-Nati erhält hohen Besuch beim EM-Endspiel gegen Spanien in Aarhus. «Ja, Ueli Maurer reist an den Final der U21-EM in Dänemark», so der persönliche Mitarbeiter des Bundesrates Jean-Blaise Défago vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gegenüber 20 Minuten Online.

Der Entscheid zur Reise ans Spiel zwischen der Schweiz und Spanien wurde am Freitagnachmittag gefällt. Neben dem VBS-Chef werden auch Baspo-Direktor Matthias Remund und Défago selbst den U21-Kickern im EM-Final auf der Tribüne die Daumen drücken. Ob Maurer vor dem Spiel zur Motivation die Equipe in der Kabine trifft, ist noch nicht klar. «Das muss der Fussballverband entscheiden. Die Mannschaft und wir werden ziemlich knapp anreisen. Wir wollen das Team auf keinen Fall stören», so Défago. «Wie ich meinen Chef aber kenne, wird er sicher nach der Partie die Mannschaft besuchen.»

Auch Hitzfeld am Endspiel

Maurer würdigte schon im November 2009 die Leistungen der U17 nach dem WM-Triumph und bezeichnete den Titel als «einmaliges Ereignis in der Geschichte des Schweizer Sports». Der VBS-Chef hätte damals kaum gedacht, dass keine zwei Jahre später der Schweizer Fussball nur einen Sieg vor einem ähnlichen Erfolg steht. 2009 reiste kein Vertreter des Bundeshauses nach Nigeria, jetzt wird Maurer in Dänemark live vor Ort sein.

Neben dem hohen Politiker erwartet man in Dänemark auch andere berühmte Zuschauer. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld wird am Samstag direkt aus Deutschland eingeflogen, vom Schweizerischen Fussballverband SFV wird zudem die Verbandsspitze ziemlich geschlossen in Aarhus anwesend sein.

Interesse der Fans gering

Einen Extra-Charterflug für Fans und Familien wird es allerdings nicht geben. «Travelclub»-Koordinator Christoph Speich sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Das Interesse der Fans ist ziemlich gering. Es gibt vereinzelte, welche die U21-Endrunde in Dänemark mit Ferien verbinden. Aber wir haben fast keine Anfragen für Flüge zum Final.» Zu diesen «Ferien-Fans» gehört beispielsweise die Familie von Fabian Frei. Zudem werden Eltern anderer Spieler fürs Endspiel kurzfristig anreisen.

Einen Charter bestellte «Travelclub» dafür für den Rückflug. Da eine Heimreise von Aarhus über Kopenhagen umständlich gewesen wäre und lange gedauert hätte, kann die Nati jetzt direkt in zwei Stunden nach Zürich fliegen. «Ansonsten hätte es wohl eine unschöne Lösung gegeben.» Sprich: eine kompliziertere Reise. Auf dem Flug werden teilweise auch Journalisten sein. Das Interesse der Medienwelt an den jungen Schweizern ist übrigens enorm. Für die entscheidenden Partien schickten einige Medien noch Reporter nach Dänemark.

Empfang in der Schweiz

Die U21-Nati wird bei der Rückkehr am Sonntag in der Schweiz auf jeden Fall gefeiert. Der Empfang findet allerdings nicht am Flughafen statt. Die Mannschaft wird aus Kloten so schnell wie möglich nach Zürich an den Credit-Suisse-Hauptsitz geführt, wo sie gegen 16 Uhr erwartet wird. Um 16.30 Uhr gibts eine Autogrammstunde für Fans.

Fehler gefunden?Jetzt melden.