Bundesratsfoto: Ueli Maurer sparte dank Lehrlingen 8500 Franken
Aktualisiert

BundesratsfotoUeli Maurer sparte dank Lehrlingen 8500 Franken

Weil es Lehrlinge des Bundes machten, ist das neue Bundesratsfoto ein Schnäppchen. Der Bundespräsident wird sich mit einem Essen bei ihnen bedanken.

von
daw
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Sie haben das Smartphone-Foto gemacht. Von links nach rechts: Joel Burger, Julia Baumgartner, Dominique Schürch, Jan Peter, Lara Bichsel, Michelle Berger und Yannic Doutaz.

Sie haben das Smartphone-Foto gemacht. Von links nach rechts: Joel Burger, Julia Baumgartner, Dominique Schürch, Jan Peter, Lara Bichsel, Michelle Berger und Yannic Doutaz.

Bundeskanzlei
Das Bundesratsfoto 2019: Die Regierung rückt zusammen und strahlt um die Wette.

Das Bundesratsfoto 2019: Die Regierung rückt zusammen und strahlt um die Wette.

Und hier die Fotos der Vorjahre: 2018.

Und hier die Fotos der Vorjahre: 2018.

Stephane Schmutz

Als Finanzminister sorgt er dafür, dass der Bund schwarze Zahlen schreibt. Auch beim Bundesratsfoto 2019 hatte Ueli Maurer (SVP) offensichtlich das Budget im Auge: Es wurde mit dem Handy aufgenommen und kostet inklusive Druck rund 15'000 Franken. Zum Vergleich: Das Bundesratsfoto des Vorjahres, für das Bundesrat Alain Berset (SP) verantwortlich zeichnete, kostete 24'000 Franken. 10'000 Franken erhielten Fotograf Stéphane Schmutz und Maler Michel Cotting damals als Honorar – bisher der übliche Ansatz für die Fotografen.

Weil Maurer Lehrlinge des Bundes einsetzte, konnte er das Honorar heuer einsparen. Mit 11'000 Franken schlägt der Druck von 45'000 Karten zu Buche. 1'500 Franken kostete die Miete des Fotomaterials für die Lehrlinge. Weitere Ausgaben fielen für das Hintergrundbild und die Visagistinnen an.

Ein Essen und ein Andenken als Dank

Wie Bundesratssprecher André Simonazzi auf Anfrage von 20 Minuten sagt, hat sich Maurer schon mehrfach bei den tüchtigen Lehrlingen bedankt. Und: «Der Bundespräsident wird sich mit einem Essen und einem Andenken bei den Lernenden bedanken.»

So entstand das Bundesratsfoto:

So entstand das Bundesratsfoto

Im Bundesratsfoto 2019 rückt die Regierung näher zusammen. Auf Wunsch von Ueli Maurer knipsten es Lehrlinge mit dem Smartphone.

In den sozialen Netzwerken wird das Werk der Mediamatik-Lernenden des Bundesamt für Informatik bereits rege diskutiert. Zu reden gibt etwa das Outfit von Verteidigungsministerin Viola Amherd (CVP):

Auch der Schweizer Künstler Jürg Halter kommentierte das Foto auf Twitter. Für ihn verkörpert das Bild den Überwachungsstaat:

Andere loben das Foto hingegen, weil es von Jungen gemacht wurde und ein Statement für den technischen Fortschritt sei.

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