Fake-Anzeigen im Netz - Ueli Maurer wehrt sich juristisch gegen betrügerische Krypto-Website
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Fake-Anzeigen im NetzUeli Maurer wehrt sich juristisch gegen betrügerische Krypto-Website

In Werbeanzeigen, die gezielt auf Schweizer Internetuser zielen, wird behauptet, Bundesrat Ueli Maurer habe in Kryptowährungen investiert. Mit dieser Masche versuchen Betrüger an Geld zu kommen.

von
Jonas Bucher
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Der Name von SVP-Bundesrat und Finanzvorsteher Ueli Maurer wird für eine Betrugsmasche missbraucht.

Der Name von SVP-Bundesrat und Finanzvorsteher Ueli Maurer wird für eine Betrugsmasche missbraucht.

20min/Simon Glauser
Auf der betrügerischen Seite wird mit einem angeblichen Zitat von Ueli Maurer geworben.

Auf der betrügerischen Seite wird mit einem angeblichen Zitat von Ueli Maurer geworben.

Screenshot
Die Website benutzt das Logo von SRF.

Die Website benutzt das Logo von SRF.

Screenshot

Darum gehts

  • Betrüger versprechen hohe Gewinne dank Kryptowährungen.

  • Auf Websites wird mit Foto und angeblichen Zitaten von Ueli Maurer geworben.

  • Das Finanzdepartement leitete juristische Schritte gegen die Betrüger ein.

  • Maurer ist nicht der erste prominente Schweizer, dessen Name für diese Betrugsmasche missbraucht wird.

Auf ausländischen News-Websites tauchen zurzeit regelmässig Anzeigen auf, die mit einem Foto von Finanzvorsteher und SVP-Bundesrat Ueli Maurer werben. In den Werbeflächen wird behauptet, dass man mit Investments in Kryptowährungen innert kurzer Zeit ein Vermögen machen könne. Unter anderem steht auf den dubiosen Werbeflächen: «Der Ueli-Maurer-Skandal – Das hat die Welt verrückt gemacht und die Banken haben Angst».

Klickt man auf die entsprechende Anzeige, führt der Link zu einer Website, die dem Stil eines Onlineartikels von SRF ähnelt. Auf der Seite wird angeblich Ueli Maurer zitiert. Er selber habe nie an eine solche Wertsteigerung geglaubt, heisst es dort. Ein Freund habe ihm dann von seinen Gewinnen mit Kryptowährungen erzählt.

Mit dieser Masche wird versucht, Besucherinnen und Besucher der Website zu Geldüberweisungen zu bewegen – als Gegenleistungen werden angeblich Kryptowährungen ausbezahlt. Diese Betrugsmasche ist nicht neu. In der Vergangenheit wurde mit ähnlichen Methoden versucht Schweizer und Schweizerinnen um ihr Geld zu bringen. Damals wurde mit den Gesichtern von hiesigen Prominenten wie Roger Federer und DJ Bobo geworben.

Ueli Maurers Departement leitet juristische Schritte ein

Im Finanzdepartement (EFD) habe man Kenntnis von den betrügerischen Fake-Websites, wie die «Aargauer Zeitung» (AZ) berichtet. Man wolle juristisch dagegen vorgehen. Ueli Maurers Sprecher Peter Minder sagte zur «Aargauer Zeitung»: «Der Rechtsdienst des EFD hat zum Thema Bitcoin Code bereits am 18. Mai 2020 eine Strafanzeige wegen (versuchten) Betrugs an die Bundesanwaltschaft (BA) eingereicht. Die neuerlich aufgetauchte Aktion wird als Ergänzung zur bestehenden Strafanzeige der Bundesanwaltschaft zugestellt.»

Die Köpfe hinter solchen Fake-Websites aufzuspüren, gestaltet sich indes schwierig. Die Bundesanwaltschaft hatte nach der Strafanzeige im Mai 2020 ihre Ermittlungen nach vier Monaten eingestellt. Dies, da «keine Angaben zur Täterschaft vorlagen, die deren Identifizierung erlaubt hätte», teilt eine Sprecherin der AZ mit.

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