Geheimdienstaffäre: Ueli Maurer wusste von Spionage
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GeheimdienstaffäreUeli Maurer wusste von Spionage

Dem ehemaligen Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport sei Daniel M. ein Begriff gewesen.

von
roy
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Er wusste vom Engagement Daniel M.'s: Ueli Maurer an der Sondersession im Nationalrat. (4 Mai 2017)

Er wusste vom Engagement Daniel M.'s: Ueli Maurer an der Sondersession im Nationalrat. (4 Mai 2017)

Keystone/Anthony Anex
«Wenn es wirklich zutrifft, dann halte ich das für einen skandalösen Vorgang»: SPD-Chef Martin Schulz in der «Tagesschau». (4. Mai 2017) Bild: Screenshot SRF

«Wenn es wirklich zutrifft, dann halte ich das für einen skandalösen Vorgang»: SPD-Chef Martin Schulz in der «Tagesschau». (4. Mai 2017) Bild: Screenshot SRF

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Hat den Spion Daniel M. beauftragt: Sitz des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB) in Bern. (Archiv)

Hat den Spion Daniel M. beauftragt: Sitz des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB) in Bern. (Archiv)

Keystone/Peter Klaunzer

Der Einsatz des Spions Daniel M. war kein Alleingang des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB). «Ich habe vom Engagement von Daniel M. gewusst», sagte Bundesrat Ueli Maurer (SVP) dem TA am Rande einer Parlamentsdebatte.

Maurer war von 2009 bis 2015 Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. In dieser Funktion stand er auch dem NDB vor, als dieser Daniel M. engagiert hatte – den Agenten, der nun in deutscher Haft sitzt. Zu Details des Einsatzes wollte oder konnte sich Maurer nicht äussern.

Wann wurde der Gesamtbundesrat informiert?

Er präzisierte jedoch, dass auch die Gesamtregierung über den Einsatz informiert war. «Wir haben damals auch dem Gesamtbundesrat und der Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments darüber Bericht erstattet», sagte Maurer.

Unklar blieb, ob er den Bundesrat vor oder nach dem Engagement von Daniel M. informiert hatte.

Übernommen vom «Tages-Anzeiger» und bearbeitet von 20 Minuten.

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