Aktualisiert 09.03.2013 11:03

Roboter in Zürich

«Ufzgi machen und menschlich sein soll er»

Sie können Fussballspielen, sprechen oder Menschen imitieren - doch was soll der ultimative Roboter wirklich können? Und wie soll er aussehen? 20 Minuten fragte bei jungen Besuchern an der «Robots on Tour» nach.

von
Debby Galka

Erstmals findet in der Schweiz am Samstag in der Zürcher Giessereihalle ein internationales Robotertreffen statt. An der «Robots on Tour» werden nebst einheimischen Kreationen unter anderem Technikbündel aus Japan und den USA zu sehen sein. Schüler- und Studentengruppen konnten bereits am Freitag Robotikluft schnuppern.

20 Minuten war dabei und fragte die Jugendlichen, was ihr Wunschroboter drauf haben muss. «Er sollte die Hausaufgaben und den Haushalt erledigen können», sind sich die Schüler im Video oben einig. Äusserlich sollte ihr selbstkreierter Androide vor allem «menschlich und modern» sein. Eine junge Dame verriet gar, sie würde ihren Roboter pink einfärben, während eine andere eine Roboterfrau bevorzugen würde.

Vorführeffekt und Kinderkrankheiten

Einige ausgestellte Maschinenmenschen blieben vom Vorführeffekt nicht verschont. So gab es Fussball spielende Roboter, die kippten anstatt zu kicken. Oder Modelle, die aufgrund eines technischen Problems gänzlich streikten. «Ich finde keinen von ihnen cool - sie funktionieren nicht!», stellt ein Schüler in der obigen Umfrage ernüchternd fest. Der Ufzgi- und Hausarbeitsroboter bleibt also bis auf Weiteres eines: Ein Traum.

Tiefer in den Kinderschuhen als vorgesehen steckt noch das Forschungsprojekt Roboy des Labors für künstliche Intelligenz der Universität Zürich. Dieses wollte sein Werk nach einer rund neunmonatigen Bauzeit pünktlich zum Auftakt der «Robots on Tour» auf einem kleinen Velo übers Messegelände schicken - doch bislang sitzt die Maschine auf einem Podest anstelle eines Sattels und führt ein paar wenige ferngesteuerte Handbewegungen aus.

«Wir hätten sein Bein mit zusätzlichen Muskeln ausstatten müssen. Dazu hatten wir schlichtweg zu wenig Zeit», sagt Techniker Serge Weydert. Immerhin: Für den Anfang sitzen ein kräftiger Händedruck und ein niedliches Augenzwinkern, wie unten stehendes Video zeigt.

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