Aktualisiert 26.01.2017 08:18

Grippewelle

UKBB wegen Grippefällen immer noch überlastet

Obwohl die Zahl der Grippefälle in der Region stetig abnimmt, sind Kinder von der hartnäckigen Krankheit weiterhin stark betroffen.

von
fh
Die Zahl der Grippefälle nimmt ab. Kinder sind jedoch weiterhin gefährdet.

Die Zahl der Grippefälle nimmt ab. Kinder sind jedoch weiterhin gefährdet.

Keystone/Nicolas Armer

Die lang anhaltende Grippewelle hat ihren Höhepunkt überschritten. Erstmals seit dem Ausbruch im Dezember letzten Jahres ging die Anzahl der Erkrankungsfälle im Vergleich zur Vorwoche wieder zurück, so das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch in einer Mitteilung. 135 Ärzten, die dem Meldesystem für übertragbare Krankheiten (Sentinella-Meldesystem) angeschlossen sind, meldeten in der vergangenen Woche 39,0 Grippeverdachtsfälle auf 1000 Arztkonsultationen. Hochgerechnet entspricht das 335 Neuerkrankungen auf 100'000 Einwohner. In der Vorwoche waren es noch 374 Neuerkrankungen oder 44,6 Grippefälle auf 1000 Konsultationen gewesen.

«Den Höchststand mit 132 diagnostizierten Grippefällen hatten wir in der Woche eins», berichtet Martin Jordan, Mediensprecher des Uni-Spitals gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung». «In den Wochen zwei und drei sank die Zahl der erkrankten Personen auf 87 Fälle», fügt er hinzu. Dass die Anzahl Grippefälle nochmal ansteige, halte er für unwahrscheinlich. «Wäre zum Beispiel die Fasnacht früher, müsste man mit einem Anstieg rechnen», so der Sprecher gegenüber der Bz Basel.

Kinder sind weiterhin stark betroffen

Trotz der abnehmenden Fälle sind Kleinkinder bis zum vierten Altersjahr weiterhin stark betroffen. 559 Fälle zählte das BAG in der Woche zwei – bei allen anderen Altersklassen ist der Trend konstant oder sinkend. Neben den bekannten Grippesymptomen machen den kleinen Patienten vor allem andere Atemwegsinfektionen zu schaffen. «Diese sogenannten RS-Viren lösen ähnliche Symptome wie das Grippe-Virus aus», erklärt Deborah Wallrabenstein, Sprecherin des Kinderspitals beider Basel (UKBB). Die Grippe sei eine ernst zu nehmende Krankheit, fügt sie an.

«Die Behandlungskapazitäten im UKBB sind derzeit ausgelastet und der Gipfel ist noch nicht erreicht», sagt die Sprecherin. Regional am weitesten verbreitet ist die Krankheit nach wie vor in der Südostschweiz, aber nur in der Zentralschweiz nehmen die Fälle noch zu.

(fh/sda)

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