Krieg in der Ukraine  – Ukraine bietet russischen Soldaten Geld, wenn sie sich ergeben

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Krieg in der Ukraine Ukraine bietet russischen Soldaten Geld, wenn sie sich ergeben

40’000 Franken für jeden russischen Soldaten, wenn er sich der Ukraine ergibt. Der ukrainische Aussenminister will so sein Land dem Frieden einen Schritt näher bringen. 

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Der ukrainische Aussenminister bietet russischen Soldaten Geld, wenn sie ihre Waffen niederlegen. 

Der ukrainische Aussenminister bietet russischen Soldaten Geld, wenn sie ihre Waffen niederlegen. 

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Bis 40’000 Franken soll ein Soldat erhalten, wenn er sich ergibt. 

Bis 40’000 Franken soll ein Soldat erhalten, wenn er sich ergibt. 

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Eigenen Angaben zufolge wurden 200 russische Soldaten gefangen genommen. (Symbolbild)

Eigenen Angaben zufolge wurden 200 russische Soldaten gefangen genommen. (Symbolbild)

AFP

Darum gehts 

Die Ukraine hat russischen Soldaten Straffreiheit und Geld angeboten, wenn sie sich ergeben. «Trefft Eure Wahl. Kommt ohne Waffen und mit weisser Flagge heraus», schrieb Verteidigungsminister Olexij Resnikow in der Nacht zum Dienstag bei Facebook. Geboten werden jedem Soldaten umgerechnet mehr als 40’000 Franken. Finanziert werde die Aktion von der internationalen IT-Industrie.

Geld oder Tod

«Jeder, der sich weigert, ein Besatzer zu sein, bringt den Frieden näher. Für diejenigen, die den Weg des Besatzers wählen, wird es keine Gnade geben!», sagte Resnikow. Ob sich ergebende Russen das Geld tatsächlich erhalten, war zunächst nicht zu überprüfen.

Russische Kriegsgefangene glaubten sich in einer Übung

Ukrainischen Angaben zufolge sollen bisher mindestens 200 russische Soldaten gefangen genommen worden sein. Verhörvideos nach zu urteilen, sollen sie geglaubt haben, an einem Manöver teilzunehmen – tatsächlich aber zum Kämpfen in die Ukraine geschickt worden sein. Russland hatte am vergangenen Donnerstag ohne Kriegserklärung das Nachbarland angegriffen. UN-Angaben zufolge wurden bereits mehr als 100 Zivilisten getötet und mehr als 300 verletzt.

Vor der Nacht zum Dienstag hatte die russische Armee ukrainischen Angaben nach bereits mindestens 113 ballistische Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Moskau dementiert vehement, ukrainische Zivilisten anzugreifen. Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew nach wurden bis Dienstagvormittag mehr als 5700 russische Soldaten getötet. Auch diese Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen. Unter angeblich zerstörter russischer Militärtechnik listete die Ukraine unterdessen etwa 29 Flugzeuge, 29 Helikopter und 198 Panzer auf.

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(DPA/pco)

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