Aktualisiert 10.04.2014 11:49

Für Russland ist klarUkraine-Krise dient Nato zur Image-Pflege

Moskau erhebt schwere Vorwürfe gegen die Nato. Das Verteidigungsbündnis versuche, sich den Ukraine-Konflikt als Beweis für seine Existenzberechtigung zunutze zu machen.

Sieht sich mit harschen Vorwürfen konfrontiert: Nato-Generalsekretär Rasmussen.

Sieht sich mit harschen Vorwürfen konfrontiert: Nato-Generalsekretär Rasmussen.

Die Natobemühe eine «imaginäre äussere Bedrohung» von Mitgliedsstaaten, um die Bedeutung der Allianz im 21. Jahrhundert zu unterstreichen und die Reihen der Bündnispartner zu schliessen, sagt Russland.

Darauf deuteten die «kontinuierlichen Angriffe» von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hin. Rasmussen habe in der Ukraine-Frage bisher keine konstruktiven Vorschläge gemacht und trage damit zur instabilen Lage in der Region bei.

Kooperation mit Russland eingestellt

Der Anschluss der bislang ukrainischen Halbinsel Krim an Russland hat zu den grössten Ost-West-Spannungen seit dem Kalten Krieg geführt. Rasmussen forderte den Abzug russischer Truppen von den Grenzen der ehemaligen Sowjetrepublik und warnte die Regierung in Moskau vor weiteren Schritten. Die Nato hat zudem ihre Kooperation mit Russland eingestellt.

Unruhen in der Ost-Ukraine haben zuletzt im Westen Sorgen geschürt, Russland könnte auch ein Auge auf diesen Teil der Ukraine geworfen haben. Wie auf der Krim hat dort ein Grossteil der Bevölkerung russische Wurzeln. (sda)

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