Ukraine-Krieg: «Ukraine wird zurückkehren» – Selenski will ganz Donezk und Luhansk befreien

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Ukraine-Krieg«Ukraine wird zurückkehren» – Selenski will ganz Donezk und Luhansk befreien

In seiner wöchentlichen Ansprache am Mittwoch sagte der Präsident, er wolle die Besatzer komplett aus dem Staatsgebiet vertreiben. Dazu will er das Kriegsrecht um weitere 90 Tage verlängern.

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Wolodimir Selenski hat angekündigt, die von Russland besetzten Gebiete zurückerobern zu wollen. 

Wolodimir Selenski hat angekündigt, die von Russland besetzten Gebiete zurückerobern zu wollen. 

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Dafür will er das Kriegsrecht um weitere 90 Tage verlängern. Die eroberten Städte «sollen wissen, dass die Ukraine zurückkehren wird», sagte er am Mittwoch. 

Dafür will er das Kriegsrecht um weitere 90 Tage verlängern. Die eroberten Städte «sollen wissen, dass die Ukraine zurückkehren wird», sagte er am Mittwoch. 

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«Unsere Armee und alle, die den Staat verteidigen, müssen über alle rechtlichen Mittel verfügen, um in Ruhe zu agieren», sagte Selenski am Mittwoch. 

«Unsere Armee und alle, die den Staat verteidigen, müssen über alle rechtlichen Mittel verfügen, um in Ruhe zu agieren», sagte Selenski am Mittwoch. 

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Darum gehts

  • Der ukrainische Präsident Selenski will das Kriegsrecht um 90 Tage verlängern. 

  • Das erlaube der Armee und dem Staat, «in Ruhe zu agieren».

  • Er hat zudem angekündigt, die russischen Besatzer vertreiben und zahlreiche Städte zurückerobern zu wollen. 

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski bereitet die Bevölkerung auf einen weiter andauernden Krieg vor und plädierte für die Verlängerung des Kriegsrechts um 90 Tage bis in den August. «Unsere Armee und alle, die den Staat verteidigen, müssen über alle rechtlichen Mittel verfügen, um in Ruhe zu agieren», sagte der Staatschef in einer Videoansprache am späten Mittwochabend.

Selenski will «die Besatzer vertreiben» 

Gleichzeitig machte er den Menschen in den besetzten Gebieten Hoffnung, dass das ukrainische Militär sie befreien würde. «Cherson, Melitopol, Berdjansk, Enerhodar, Mariupol und alle unsere Städte und Gemeinden, die unter Besatzung und unter vorübergehender Besatzung sind, sollen wissen, dass die Ukraine zurückkehren wird», sagte er in der Ansprache, wie der «Kurier» berichtet. Wie lange dies dauern werde, hänge von der Lage auf dem Schlachtfeld ab, sagte er weiter. «Wir versuchen es so schnell wie möglich. Wir sind verpflichtet, die Besatzer zu vertreiben und der Ukraine echte Sicherheit zu garantieren.»

Der Süden und Osten der Ukraine sind seit Beginn der Invasion am 24. Februar stark umkämpft. Erst kürzlich war Mariupol endgültig in russische Hände gefallen, das Asow-Stahlwerk ist inzwischen fast vollständig evakuiert. Will die Ukraine die gefallenen Gebiete zurückerobern, dürfte sich der Krieg auf unbestimmte Dauer in die Länge ziehen.

Erst am Mittwoch waren bei Kämpfen um die Regionen Donezk und Luhansk «mindestens 15 Zivilisten» getötet worden. Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bringen derweil keine Ergebnisse, ein persönliches Gespräch zwischen Selenski und dem russischen Präsidenten Putin scheint in weite Ferne zu geraten. 

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Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(dpa/fis)

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