Maryna Striletska: Ukrainerin flüchtete in die Schweiz – jetzt leitet sie den EM-Final mit

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Maryna StriletskaUkrainerin flüchtete in die Schweiz – jetzt leitet sie den EM-Final mit

Nach ihrer Flucht aus der Ukraine bereitete sich Schiedsrichter-Assistentin Maryna Striletska in der Schweiz auf die WM vor. Offenbar so erfolgreich, dass sie sich am Sonntag vor 90’000 Fans beweisen darf.

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Maryna Striletska wird im EM-Final als Schiedsrichter-Assistentin eingesetzt.

Maryna Striletska wird im EM-Final als Schiedsrichter-Assistentin eingesetzt.

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Sie bereitete sich nach ihrer Flucht aus der Ukraine in der Schweiz auf das Turnier vor.

Sie bereitete sich nach ihrer Flucht aus der Ukraine in der Schweiz auf das Turnier vor.

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Auch in der WM-Quali der Männer stand die 38-Jährige bereits im Einsatz.

Auch in der WM-Quali der Männer stand die 38-Jährige bereits im Einsatz.

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Darum gehts

  • Die ukrainische Schiedsrichterin Maryna Striletska flüchtete Anfang Jahr in die Schweiz.

  • Hier bereitete sich die 38-Jährige auf die EM in England vor.

  • Dort wird sie am Sonntag den Final zwischen England und Deutschland mitleiten.

Mit Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine stellte sich das Leben von Maryna Striletska auf den Kopf. Gemeinsam mit ihrer Tochter flüchtete die 38-Jährige in die Schweiz, nach einer viertägigen Odyssee durch Polen schafften sie es zu ihrer Schwester nach Basel. Ihr wehrpflichtiger Mann blieb zurück in der Ukraine. In der Schweiz findet Striletska nicht nur Schutz, sondern sie kann auch wieder ihrer grossen Leidenschaft nachgehen. Seit März stand die Schiedsrichterin neunmal in der Promotion League, zweimal in der 1. Liga und einmal in der Axa Women’s Super League im Einsatz. 

Der Fussball half ihr, über das Erlebte hinwegzukommen. «Ich kann so den Horror, der sich in meinem geliebten Heimatland abspielt, wenigstens für zwei Stunden vergessen», so Striletska. Das konnte die 38-Jährige scheinbar auch in den vergangenen fast vier Wochen an der EM in England. Als Assistentin ihrer Landsfrau Kateryna Monzul stand sie in zwei Gruppenspielen sowie dem Viertelfinal zwischen Schweden und Belgien (1:0) im Einsatz.

Auch Schweizerin Staubli überzeugt

Doch das grosse Highlight folgt erst diesen Sonntag. Gemeinsam mit Schiedsrichterin Monzul, der Polin Paulina Baranowska als zweite Assistentin sowie der Französin Stéphanie Frappart (Vierte Offizielle) wird Striletska den EM-Final zwischen Deutschland und Gastgeber England leiten – vor 90’000 Zuschauern im ausverkauften Wembley!

Neben Striletska wussten beim Turnier in England auch zwei Schweizerinnen zu überzeugen. Schiedsrichterin  Esther Staubli und Assistentin Susanne Küng arbitrierten ebenfalls drei Spiele, darunter zuletzt den Halbfinal zwischen den Engländerinnen und den Schwedinnen (4:0).

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(law)

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