Kampf der Prostitution: Ukrainerinnen brüsten sich mitten in Zürich
Aktualisiert

Kampf der ProstitutionUkrainerinnen brüsten sich mitten in Zürich

Aktivistinnen der ukrainischen Organisation Femen haben gegen die Ausbeutung von Frauen protestiert. Auf dem Strassenstrich der grössten Schweizer Stadt legten sie dazu einen Strip hin.

von
rme

Am Donnerstagmittag hatten die aus der Ukraine angereisten Frauen ihren grossen Auftritt in Zürich. Verstärkung erhielten sie für ihre Aktion von einer Frau aus der Romandie. Gegen 14 Uhr tauchte das Quartett mit einem Taxi am Sihlquai auf. In diesem zog es sich kurz um und wenig später teilweise aus. «Eine ältere Frau trat an die Damen heran und streckte anerkennend beide Daumen in die Höhe», berichtet Leser-Reporter Michael Weiss. «Aber schätzungsweise 90 Prozent der Anwesenden waren bloss Gaffer. Die wenigsten interessierten sich für die Botschaft der Frauen.»

Vor der Demo posierten die Aktivistinnen denn auch für die rund 150 Gaffer, die freudig ihre Handys zückten und Fotos schossen. Anschliessend blockierten die Frauen kurz den Verkehr, was von verärgerten Autofahrern mit wütendem Hupen quittiert wurde.

«Frauen sind keine Ware!» war die Kernbotschaft der Aktivistinnen, die sie mit Plakaten und Parolen verkündeten. Rund eine halbe Stunde dauerte die Aktion. Die Zürcher Stadtpolizei liess sich nicht blicken und die Frauen gewähren.

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