Aktualisiert 02.11.2011 11:59

Protestaktion

Ukrainerinnen zeigten ihre Brüste im TSR

Die ukrainische Bewegung «Femen» hat es dank freizügigen Auftritten zu internationaler Berühmtheit gebracht. Nun haben sie dem Westschweizer TV-Publikum Einblicke gewährt.

von
fab/fum

Wirklich überrascht war die Moderatorin der Polit-Sendung «Infrarouge» auf dem Westschweizer Fernsehsender TSR nicht, als sich die drei Aktivistinnen der feministischen Gruppierung «Femen» mitten in der Sendung erhoben, die Lederjacken öffneten und ihre Brüste präsentierten – zu oft hatten sie dies in der Vergangenheit schon getan.

Dazu streckten Anna, Alexandra, Inna und Ievgeniia ein auf kyrillisch geschriebenes Plakat in die Höhe und skandierten auf ukrainisch «Landik ins Gefängnis». Damit spielten sie auf einen Vorfall in einem Kaffeehaus an, bei dem der Sohn eines ukrainischen Abgeordneten während angeblich 30 Minuten eine Frau schlug und dafür nicht belangt wurde, weil die Regierungspartei sich in den Fall einmischte.

Am Tag vor der Sendung hatte Nathalie Randin, die Moderatorin der Sendung, gegenüber «20 Minutes Online» gesagt, man werde einen Weg finden, dass die Kleidung der Frauen ihrem eigenen, aber auch dem Bild der Sendung entspreche. Ob dieser Anspruch mit der verhältnismässig harmlosen Topless-Aktion vor laufender Kamera erfüllt wurde, darf jeder Zuschauer selbst beurteilen.

«Femen» macht regelmässig mit Oben-ohne-Happenings auf sich aufmerksam. So protestierten die Frauen kürzlich gegen die Präsidentschaftswahlen oder gegen Pläne der ukrainischen Regierung in Zusammenhang mit der Fussball-Euro 2012.

Hier die letzte «Infrarouge»-Sendung (die Topless-Passage findet man ca. ab der 18. Minute):

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