Moskwa: «Go fck yourself»-Kriegsschiff ist laut russischen Angaben weiter seetüchtig 
Aktualisiert

Moskwa«Go f*ck yourself»-Kriegsschiff ist laut russischen Angaben weiter seetüchtig 

Die Moskwa ist das wichtigste Schiff der russischen Schwarzmeerflotte. Die Ukraine hat das  stark beschädigte russische Kriegsschiff für gesunken erklärt. 

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Die Moskwa ist von einer ukrainischen Rakete getroffen worden.

Die Moskwa ist von einer ukrainischen Rakete getroffen worden.

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Der Raketenkreuzer ist von einer ukrainischen Rakete getroffen worden. Das Bild zeigt den Raketenkreuzer am 10. April.

Der Raketenkreuzer ist von einer ukrainischen Rakete getroffen worden. Das Bild zeigt den Raketenkreuzer am 10. April.

via REUTERS
Die Moskwa hatte zu Beginn des Kriegs die Schlangeninsel angegriffen. Die dort stationierten Soldaten antworteten auf die Kapitualtionsaufforderung: «Russian warship, go f*ck yourself!»

Die Moskwa hatte zu Beginn des Kriegs die Schlangeninsel angegriffen. Die dort stationierten Soldaten antworteten auf die Kapitualtionsaufforderung: «Russian warship, go f*ck yourself!»

Wikipedia/Shao

Darum gehts

  • Der russische Raketenkreuzer Moskwa ist von einer ukrainischen Rakete schwer beschädigt worden. Es soll mittlerweile gar gesunken sein.

  • Die Moskwa sorgte bereits zu Kriegsbeginn international für Schlagzeilen: Die Besatzung forderte 19 ukrainische Soldaten auf der Schlangeninsel vergeblich zur Kapitulation auf.

  • Nach dem ukrainischen Angriff auf das Kriegsschiff ist die Besatzung der Moskwa in Sicherheit gebracht worden.

Das russische Kriegsschiff Moskwa ist laut russischen Staatsmedienberichten bei einer Explosion von Munition «schwer beschädigt» worden. «Infolge eines Feuers ist Munition auf dem Raketenkreuzer Moskwa detoniert. Das Schiff wurde schwer beschädigt», teilte das russische Verteidigungsministerium den Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti zufolge am Donnerstag mit. 

Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch hat das im Schwarzen Meer stark beschädigte russische Kriegsschiff  für gesunken erklärt. «Wo ist die «Moskwa»? Sie ist gesunken», schrieb Arestowytsch am Donnerstag auf Twitter und bei Telegram. Bestätigungen für diese Behauptung lagen jedoch zunächst nicht vor. Das ukrainische Einheitsfernsehen griff Arestowytschs Tweet dennoch auf. 

Moskwa soll weiter seetüchtig sein

Dem widerspricht Russland. Das Schiff ist laut des Verteidigungsministeriums in Moskau trotz massiver Schäden weiter seetüchtig. Es werde jetzt zur Reparatur in einen Hafen gebracht. Das Ministerium widersprach damit Behauptungen aus der Ukraine, nach denen die Moskwa durch einen Raketenangriff versenkt worden sei. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte lediglich einen Brand, dessen Ursache nun noch ermittelt werden müsse. Zuvor hatten die russischen Streitkräfte mitgeteilt, dass die ukrainische Marine komplett vernichtet sei.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Präsident Wladimir Putin sei über die Schäden an der Moskwa informiert worden. «Über die Militärberichte wird der Oberkommandierende regelmässig über alle Ereignisse informiert», sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das russische Militär hatte bereits in der Nacht mitgeteilt, dass auf dem Kreuzer ein Feuer ausgebrochen sei. Im Zuge dessen sei Munition an Bord explodiert.

Die Moskwa sorgte international für Schlagzeilen

Beim beschädigten Schiff handelt es sich um den Raketenkreuzer, der zu Beginn der russischen Invasion die Schlangeninsel angegriffen hatte. Die Besatzung des russischen Kriegsschiffs hatte die 19 auf der Insel stationierten Soldaten damals per Funk aufgefordert, die Waffen niederzulegen. Darauf antwortete der ukrainische Marineinfanterist Roman Hrybow: «Russian warship, go f*ck yourself!»

Der knapp 32-Jährige wurde daraufhin zum Volkshelden. 19 ukrainische Marinesoldaten gerieten bei der Attacke in russische Gefangenschaft. Ende März wurden sie nach Angaben des ukrainischen Parlaments im Rahmen eines Gefangenenaustauschs mit Russland freigelassen. Landesweit wird der Spruch seitdem plakatiert und ziert T-Shirts sowie andere Souvenirs. Mittlerweile hat die ukrainische Post das Ereignis sogar auf einer Briefmarke verewigt.

Auch hier gibt es eine Anspielung auf den legendären Funkspruch: Das sehen Russen, wenn sie sich in der ukrainischen Armee einschreiben wollen.

Auch hier gibt es eine Anspielung auf den legendären Funkspruch: Das sehen Russen, wenn sie sich in der ukrainischen Armee einschreiben wollen.

20min

Die Besatzung der Moskwa wurde in Sicherheit gebracht

Nach dem Angriff auf die Moskwa sei eine Untersuchung zur Ursache des Feuers eingeleitet worden, hiess es laut den Agenturen in der Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums. Die Besatzung des Schiffs sei in Sicherheit gebracht worden.

Der Gouverneur der südukrainischen Region Odessa, Maxym Martschenko, hatte zuvor erklärt, die Moskwa sei mit ukrainischen Raketen vom Typ Neptun attackiert worden. Der ukrainische Präsidentschaftsberater Olexij Arestowytsch erklärte, das «Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte» stehe in Flammen.

Die Moskwa war zu Sowjetzeiten in der ukrainischen Stadt Mykolajiw gebaut worden und laut russischen Medienberichten 1983 in Betrieb gegangen. 2015 war das Kriegsschiff mit seiner 510-köpfigen Besatzung laut Tass im östlichen Mittelmeer im Einsatz gewesen, um von dort aus den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien abzusichern. Den Berichten zufolge befördert das Kriegsschiff 16 Seezielflugkörper vom Typ P1000 Wulkan sowie eine Reihe weiterer Waffensysteme, darunter Anti-U-Boot-Waffen.  

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Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

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Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(AFP/job)

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