Kein Münz fürs Parkticket: Geflüchteter Millionär bedroht 17-Jährigen wegen fünf Euro mit Messer
Publiziert

Kein Münz fürs ParkticketGeflüchteter Millionär bedroht 17-Jährigen wegen fünf Euro mit Messer

In Wien musste sich ein geflüchteter Ukrainer wegen Erpressung vor Gericht verantworten. Der Mann, der pro Monat etwa 30’000 Euro verdienen soll, hatte einen Jugendlichen wegen fünf Euro mit einem Messer bedroht.

von
heute.at/bho
1 / 6
Ein Millionär aus der Ukraine hat einen 17-Jährigen wegen fünf Euro bedroht. (Symbolbild)

Ein Millionär aus der Ukraine hat einen 17-Jährigen wegen fünf Euro bedroht. (Symbolbild)

imago images/Loop Images
Jetzt wurde er in Wien zu neun Monaten Haft verurteilt. (Symbolbild)

Jetzt wurde er in Wien zu neun Monaten Haft verurteilt. (Symbolbild)

REUTERS/Alexandra Winkler
Nachdem er mit seiner Familie sowie viel Bargeld und Gold aus der Ukraine geflüchtet war, quartierte sich der Unternehmer in Wien ein. (Symbolbild)

Nachdem er mit seiner Familie sowie viel Bargeld und Gold aus der Ukraine geflüchtet war, quartierte sich der Unternehmer in Wien ein. (Symbolbild)

imago images / Rainer Mirau

Darum gehts

In Wien musste am Dienstag ein Millionär wegen fünf Euro vor Gericht erscheinen. Der Ukrainer und seine Familie flüchteten erst kürzlich vor den russischen Invasoren in ihrem Heimatland nach Österreich. Im teuren Mercedes fand sich auch Platz für «enormes Barvermögen sowie das Gold seiner Frau», wie im Zuge des Gerichtstermins bekannt wurde.

Es ist wohl die grosse Menge Bargeld, die dem Unternehmer zum Verhängnis wurden: Nach seiner Flucht quartierte er sich mit seiner Familie in einer Wohnung in Wien ein. Am 12. März besuchte er zunächst eine Synagoge und konsumierte danach viel Alkohol. Zurück in der Wohnung war der Ukrainer fest davon überzeugt, dass jemand 30’000 Dollar von seiner Bargeldreserve gestohlen habe.

Zu grosse Noten

Daraufhin habe er sich seine Besitztümer geschnappt und sei zu seinem Auto in der Tiefgarage gerannt. «Ich war panisch, wollte nur noch weg», so der Beschuldigte. Dort angekommen bemerkte der 38-Jährige, der nach eigenen Angaben pro Monat etwa 30’000 Dollar verdient, bereits das nächste Problem: Seine Bargeldreserve umfasste nur grosse Noten, mit denen sich die ausstehende Parkgebühr nicht begleichen liess. So zückte er kurzerhand ein Messer und forderte von einem zufällig vorbeikommenden 17-Jährigen fünf Euro, um die Parkgebühr zu bezahlen.

Aufgrund dieser Aktion musste sich der Millionär nun wegen Erpressung vor Gericht verantworten. Der Ukrainer akzeptierte den Schuldspruch und die damit einhergehende Haftstrafe von neun Monaten bedingt, von denen er einen Monat absitzen muss. 

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Anmeldung und Infos für Gastfamilien:

My 20 Minuten

Deine Meinung