Ukrainischer Scharfschütze trifft Gegner aus 2,7 km Distanz

Publiziert

Zweitweitester TrefferUkrainischer Scharfschütze trifft Gegner aus 2,7 km Distanz

Gemäss Angaben der ukrainischen Armeeführung hat ein Scharfschütze zwei Gegner aus einer Distanz von über 2700 Metern getroffen. Damit wäre es der zweitweiteste je bestätigte Treffer.

Das Video zeigt, wie zwei Gegner offenbar getroffen werden.

Telegram/ AFU StratCom

Darum gehts

Die Aufnahmen in Schwarzweiss zeigen durch eine Zieloptik hindurch eine weisse Figur, die in der Ferne durch eine Gruppe Bäume rennt. Als sie stehenbleibt, wandert das Fadenkreuz auf ihre Körpermitte – dann fällt ein Schuss und das Ziel sackt getroffen zusammen. Dann zeigt die Infrarot-Optik eine zweite Gestalt, die zur ersten rennt, bevor auch diese von einem Projektil getroffen zu Boden geht. 

1 / 4
Hier soll der ukrainische Scharfschütze seinen Gegner ins Visier nehmen.

Hier soll der ukrainische Scharfschütze seinen Gegner ins Visier nehmen.

Telegram
Tarnung ist alles: ein Scharfschütze der ukrainischen Armee.

Tarnung ist alles: ein Scharfschütze der ukrainischen Armee.

IMAGO/ZUMA Wire
Für weite Distanzen verwenden Scharfschützen Gewehre mit extrem langem Lauf und grossem Kaliber.

Für weite Distanzen verwenden Scharfschützen Gewehre mit extrem langem Lauf und grossem Kaliber.

AFP

Das Video, das um den 11. November herum erstmals auf Social Media auftauchte, wurde nun vom Büro für Strategische Kommunikation der Ukraine auf Telegram veröffentlicht. «Der präzise Schuss unseres Scharfschützen der Spezialeinheiten eliminierte den Gegner aus einer Entfernung von 2710 m – eine Entfernung, die jetzt auf Platz zwei der Weltrangliste steht», heisst es. Wo die Aufnahme entstand und welche Waffe verwendet wurde, ist nicht bekannt. Auf diese Distanz dürfte es sich allerdings um ein Gewehr mit einem weitreichenden, grossen Kaliber wie etwa einen ukrainischen Snipex Alligator handeln.

Denn stimmen die Angaben, hat der unbekannte Scharfschütze den Briten Craig Harrison abgelöst, der im November 2009 in Afghanistan zwei Taliban aus einer Entfernung von 2475 Metern tötete, und damit den zweitlängsten tödlichen Schuss aller Zeiten abgab. Der weiteste Treffer gelang einem Kanadier 2017 im Irak, als er auf eine Distanz von 3450 Metern traf.

Die Angaben lassen sich nicht überprüfen, und manche Twitter-User zweifeln die Aufnahmen an: Die Zeit zwischen Schussabgabe und Treffer sei zu kurz und das Infrarot-Zielfernrohr zeige auf diese Distanz keine so klaren Bilder mehr, monieren sie. Doch die ukrainische Armeeführung pocht auf die Echtheit der Aufnahme.

Möglicherweise feuerten die ukrainischen Soldaten mit dem Scharfschützengewehr Snipex Alligator, das aus heimischer Produktion stammt. 

snipex.com
(trx)

Deine Meinung