Aktualisiert 02.01.2015 18:03

Haft gelockertUli Hoeness darf wieder beim FC Bayern arbeiten

Nach sieben Monaten Haft wurde Uli Hoeness Freigang gewährt. Er wird nun tagsüber in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern Münchens tätig sein.

von
cho
1 / 19
Uli Hoeness (l.) darf seit dem 10. Juni 2015 die Wochenenden bei seiner Frau Susi zu Hause verbringen. Will er jedoch an ein Fussballspiel, braucht er von der Justiz eine ausdrückliche Erlaubnis.

Uli Hoeness (l.) darf seit dem 10. Juni 2015 die Wochenenden bei seiner Frau Susi zu Hause verbringen. Will er jedoch an ein Fussballspiel, braucht er von der Justiz eine ausdrückliche Erlaubnis.

epa/Marc Mueller
Am 2. Januar 2015 wurde bekannt, dass Uli Hoeness Freigang bekommt.

Am 2. Januar 2015 wurde bekannt, dass Uli Hoeness Freigang bekommt.

Keystone/AP/Matthias Schrader
Uli Hoeness war laut der Urteilsbegründung mit dreieinhalb Jahren noch gut bedient. Ihm drohten bis zu neun Jahre Haft.

Uli Hoeness war laut der Urteilsbegründung mit dreieinhalb Jahren noch gut bedient. Ihm drohten bis zu neun Jahre Haft.

Keystone/AP/Matthias Schrader

Sieben Monate nach Haftantritt ist Uli Hoeness am Freitag Freigänger geworden. Der FC Bayern München hatte mehrfach erklärt, dass der 62-Jährige in der Jugendabteilung des deutschen Fussball-Rekordmeisters arbeiten soll.

Als Freigänger kann Hoeness tagsüber ausserhalb des Gefängnisses einer geregelten Arbeit nachgehen. Nur zum Schlafen muss er wieder hinter Gitter.

Gravierender Steuerbetrug

Der einstige Präsident des FC Bayern war am 2. Juni 2014 ins Gefängnis nach Landsberg am Lech gegangen. Am 13. März hatte ihn das Landgericht München wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Hoeness, der am 5. Januar 63 Jahre alt wird, hatte an Weihnachten und an Silvester zweimal Hafturlaub erhalten. Sollte die Hälfte seiner Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden, könnte er im Frühjahr 2016 ein freier Mann sein.

In Deutschland sind die Bundesländer für die Vorschriften des Strafvollzugs verantwortlich. Dass die Leiter der Haftanstalten in Bayern ein gutes Gespür dafür haben, welcher ihrer Delinquenten dafür in Frage kommt, belegen folgende Zahlen: Im Jahr 2011 kehrten nur sechs von 1721 Freigängern nicht in ihre Haftanstalten zurück. Das ist eine Versagerquote von 0,35 Prozent.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.