Ullrich: Der Dopingsumpf wird immer tiefer
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Ullrich: Der Dopingsumpf wird immer tiefer

Der Wahl-Schweizer Jan Ullrich und sein Betreuer Rudy Pevenage könnten noch tiefer in die spanische Doping-Affäre hineingeraten. Der am Montag erscheinende «Spiegel» zitiert aus den Ermittlungsakten der spanischen Behörden im Zusammenhang mit der Affäre einen neuen Codenamen, der Ullrich zugeordnet wird.

In einem abgehörten, Pevenage zugeschriebenen Telefonat mit dem Mediziner Eufemiano Fuentes, der den Handel mit manipuliertem Blut geleitet haben soll, habe sich der Belgier mit den Worten bedankt: «Die 'dritte Person' hat gewonnen.»

Das Telefonat datiert vom 18. Mai, als Ullrich beim Giro d'Italia überraschend das Zeitfahren gewann. Zwei Tage später habe Pevenage «um mehr» gebeten. Sowohl der Teamchef als auch der nachmalige Tour-de-Suisse-Sieger Ullrich, die beide jede Verbindung mit Fuentes bestritten, äusserten sich nach der Suspendierung des T- Mobile-Captains einen Tag vor dem Tour-Start nicht mehr zu den Vorwürfen.

(si)

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