Ultimatum: Ahmadinedschad pocht auf Kernenergie
Aktualisiert

Ultimatum: Ahmadinedschad pocht auf Kernenergie

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad gibt sich weiterhin unbeeindruckt: Nach Ablauf der Frist zum Stopp des Atomprogramms besteht der Iran weiter auf das Recht zur zivilen Nutzung der Kernenergie.

Mit Ablauf der jüngsten UNO-Frist am Mittwoch hat der Iran die Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einem Stopp seines umstrittenen Atomprogramms erneut zurückgewiesen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte gemäss der Agentur Isna: «Wir werden unsere Arbeiten fortsetzen, um unser Recht auf Atomtechnologie in der kürzest möglichen Zeit zu verwirklichen.» Ähnlich hatte sich zuvor auch der iranische Chefunterhändler im Atomstreit, Ali Laridschani, geäussert.

Damit drohen der Regierung in Teheran weitere Sanktionen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte den Iran bereits im Dezember für dessen unnachgiebige Haltung mit einigen Wirtschaftssanktionen bestraft. Zudem forderte das höchste UNO-Gremium damals das Land ultimativ auf, die Arbeiten an seinem Atomprogramm auszusetzen.

Diese Frist soll am Mittwoch ablaufen. Gleichzeitig legt die UNO- Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien einen Bericht über den jüngsten Stand des iranischen Nuklearprogramms vor.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und pocht auf ihr Recht auf selbstständige Erforschung der zivilen Kernenergie. (sda)

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