Jerusalem: Ultra-orthodoxe protestieren - 40 Festnahmen
Aktualisiert

JerusalemUltra-orthodoxe protestieren - 40 Festnahmen

Bei Zusammenstössen mit der Polizei wegen der Öffnung eines Parkplatz am Sabbat sind in Jerusalem mindestens 40 ultra-orthodoxe Juden festgenommen worden. Nach israelischen Medienangaben wurde ein Demonstrant schwer verletzt, als er von einem Zaun stürzte.

Vier Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Die Polizisten seien mit Flaschen, Steinen, faulem Obst und schmutzigen Babywindeln beworfen worden. Die ultra-orthodoxen Haredim zündeten auch Müllkübel an. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein.

Tausende nicht strenggläubige Einwohner unterstützten die Entscheidung des Bürgermeisters Nir Barkat, den Parkplatz zu öffnen mit einer Gegenkundgebung, schrieb die Zeitung «Haaretz». Mit einem massiven Polizeieinsatz sei es gelungen, eine Konfrontation beider Demonstrationen zu verhindern.

Mehrere Journalisten angegriffen

Bereits am Freitag hatten die Haredim gegen die Öffnung des Parkplatzes protestiert. Mehrere Journalisten wurden angegriffen und mussten der Polizei in Sicherheit gebracht werden, schrieb die «Jerusalem Post». Die Haredim verurteilen die Entscheidung der Bürgermeister als Verletzung der Sabbatruhe.

Nach den strengen Religionsgesetzen der Ultra-orthodoxen ist am Sabbat jegliche Arbeit, der Umgang mit Geld, die Nutzung von Energie und insbesondere das Fahren eines Fahrzeuges verboten.

(sda)

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