Raumfahrt: Ulysses irrt weiter durchs All
Aktualisiert

RaumfahrtUlysses irrt weiter durchs All

Nach fast zwei Jahrzehnten im All wird die Sonnensonde Ulysses am kommenden Montag abgeschaltet. Damit ende eine der erfolgreichsten und längsten Einsätze der Raumfahrtgeschichte

Ulysses war als erste Raumsonde über die Pole der Sonne geflogen und hatte zahlreiche Daten über ihr Magnetfeld gesammelt, berichtete die Europäische Raumfahrtagentur ESA am Freitag in Paris. «Ulysses hat uns viel mehr über die Sonne und den sie umgebenden Raum gelehrt, als wir je erwartet hatten», erklärte Richard Marsden, ein Ulysses-Experte der ESA.

Die Abschaltung erfolge in Absprache mit der US-Raumfahrtagentur NASA, weil die Energieversorgung von Ulysses erlahme. Die Sonde werde weiter als künstlicher Komet die Sonne umkreisen.

Derweil baut die ESA in Argentinien ihre Empfangsstationen für Signale aus dem tiefen Weltraum aus. Ein Gebiet in der Provinz Mendoza sei ausgesucht worden, um eine neue 35-Meter-Antenne zu errichten, teilte die ESA mit.

Das Wüstengebiet 1000 Kilometer westlich von Buenos Aires biete alle Voraussetzungen für eine langfristige Investition in eine Empfangsanlage. Die ESA hatte 35 Orte in Argentinien und Chile geprüft. Der Ort muss frei von Funkstörungen sein.

Die ESA hat entsprechende Anlagen in Cebreros (Spanien) und New Norcia (Australien) sowie 15 andere Stationen. Die neue Anlage Malargüe soll Mitte 2012 fertig sein. (sda)

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