Umbau der Ratssaaltüre schon wieder verschoben
Aktualisiert

Umbau der Ratssaaltüre schon wieder verschoben

Die Brandschutzmassnahmen im Zürcher Rathaus sind noch immer nicht abgeschlossen. Die Parlamentarier und die Baudirektion schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu.

Plangemäss hätte bis nach den Sportferien die letzte der Brandschutzmassnahmen im Zürcher Rathaus erfolgt sein müssen. Doch die geforderten Sicherheitsinstallationen an der massiven Ratssaaltüre wurden – zum Ärgernis der Parlamentarier – erneut vertagt: «Wir werden einfach nicht ernst genommen», nervt sich Gemeinderatspräsident Marcel Knörr (FDP).

Das über 300 Jahre alte Renaissance-Gebäude, in dem Kantons- und Gemeinderat tagen, verfügt nur über einen schmalen Ausgang aufs Limmatquai. Ist dieser blockiert, sitzen die Volksvertreter im Katastrophenfall in der Falle: «Das ist eine Riesensauerei», poltert SVP-Gemeinderat Mauro Tuena. «Eine Disco würde unter denselben Bedingungen feuerpolizeilich längst geschlossen werden.»

Doch Dieter Wüst, Stellvertretender Leiter der Kantonalen Feuerpolizei, beruhigt: «Wäre es eine echte Bedrohung, hätten wir das Rathaus schon längst geschlossen.»

Philippe Hauenstein von der Kantonalen Baudirektion wehrt sich: «Das Rathaus war während den Sportferien dauernd mit Sitzungen belegt. Wegen den mit einem Umbau verbundenen Lärm-Emissionen mussten wir das Projekt verschieben.»

Romina Lenzlinger

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